Donnerstag, 6. September 2007

Donnerstagabend

Gerade sind wir von der Eröffnung der "Großen Steglitzer Kunstausstellung" zurückgekehrt. Es ist für Jochen noch immer keine Selbstverständlichkeit, seine Werke so direkt einem Publikum zeigen zu können. Um so schöner, dass es diese Möglichkeit gibt. Es gab eine öffentliche Ausschreibung und die Jury hat unter anderem auch eines seiner Werke ausgewählt.

"Aufziehendes Gewitter über der Nordsee"

Ein bißchen "merkwürdig" ist es uns allerdings nach wie vor, eine Ausstellung in den Räumen einer Klinik zu besuchen.

Das war ja schon in den letzten Monaten in der Klinik Waldfriede so und nun eben auch an der Uniklinik "Benjamin Franklin". Nur ist es scheinbar überhaupt nichts Ungewöhnliches, denn die Beteiligung von Künstlern und das Interesse des Publikums ist doch recht groß. Es werden sowohl Gemälde als auch Fotografien gezeigt.
Wir haben einige Schnappschüsse von der "Vernissage" gemacht. Neben Getränken und kleinen Knabbereien wurden von engagierten Mitarbeitern des Kulturamtes auch Ausstellungs- Kataloge mit einem Verzeichnis aller beteiligten Künstler verteilt

Anschließend spielte das "Sound Syndikat"
einige Takte und die Kultur-Stadträtin
sprach noch einige würdigende Worte.







Wir haben allerdings, ich gestehe es, nicht lange ausgeharrt. sind stattdessen durch die Gänge geschländert und haben uns die
Hauptsache(n) betrachtet, die Bilder + Fotos nämlich. Aber es gab einiges, was uns - natürlich neben unserem Favoriten - ganz gut gefällt, z.B.:

"Licht im Raum"


"Birken" in Pastellkreide

"Sommermorgen"

oder
...dieses fotografische Quartett

In jedem Fall ist diese Ausstellung ein interessanter Querschnitt verschiedenster Künstler und Stilrichtungen und lohnt sich durchaus anzuschauen.

Kommentare:

  1. Die Bilder gefallen mir auch.
    Es ist doch schön, wenn eine Ausstellung in einer Klinik gezeigt wird. Für die Patienten ist das doch bestimmt eine schöne Abwechslung und kann zum Heilungsprozess beitragen. Die Bilder, die in den Zimmern hängen, sind doch meistens ziemlich langweilig. Und wer die Möglichkeit hat, wird sich diese Ausstellung bestimmt ansehen.
    Viele Grüße
    Margrit

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  2. Was Margrit schreibt, kann ich nur unterstreichen. Ich finde es nur schade, daß Jochens Bild nicht größer ist, ich hätte es mir gerne noch näher betrachtet. Sag ihm einen schönen Gruß von mir: "Kunst gehört unters Volk"!

    Liebe Grüße vom Wurzerl

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  3. Da Ausstellungsräume absolute Mangelware sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass auch in einer Klinik ausgestellt wird. Denn da kommen ja auch viele unterschiedliche Leute hin, wahrscheinlich mehr als in eine Galerie.
    Das Bild von Jochen gefällt mir sehr gut, gerade auch, weil es mich an unseren Urlaub(steil) in Holland erinnert.
    LG, Monika

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  4. Schöne Bilder. Noch schöner, dass auch Jochen von der Jury bedacht wurde. Ist doch eigentlich völlig egal, wo man Schönes betrachten kann, wenn man überhaupt die Möglichkeit dazu bekommt. Und Margrit hat Recht, auch die Patienten profitieren bestimmt davon, jedenfalls die, die sich dafür interessieren.
    Liebe Grüße, Birgit

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  5. Ihr habt natürlich völlig recht, für die (interessierten) Patienten ist es sicher eine Abwechslung/Ablenkung, diese Vielzahl von Bilder betrachten zu können. Man empfindet die Motive sicher auch nicht täglich gleich, sondern entdeckt sie hier und da wieder neu. In jedem Fall finde ich es auch eine tolle Idee, dass sich das Kulturamt derart engagiert.
    Ich meinte eigentlich nur, dass es für mich persönlich ein eigenartiges Gefühl hervorruft, eine Klinik zu betreten, auch wenn es in diesem Fall einen so positiven Hintergrund hat. Ich denke, Ihr versteht, was ich meine.
    Liebe Grüße von Marlene + Jochen

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  6. Ich kann gut nachvollziehen was du meinst. Für mich wäre es schon eine Hemmschwelle in eine Klinik zu gehen um mir dort eine Ausstellung anzusehen. Schon alleine der Geruch lässt mich schaudern. Wen ich natürlich notgedrungen sowieso dort wäre , wäre es etwas anderes. Trotz allem hast du schöne ausschnitte gezeigt.

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  7. Glückwunsch zu deinem kreativen Mann! Eine Klinik ist schon ein ungewöhnlicher Platz für eine Ausstellung. Ich kann mir schon vorstellen dass manche Menschen dort nicht gerne hingehen, vor allem wenn sie nicht müssen! Trotzdem finde ich die Idee gut und die Patienten freuen sich bestimmt über so eine willkommene Abwechslung

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  8. In der Klinik, in der mein mann war ,war es an der tagesordnung, dass ständig wechselnde Ausstellungen dort stattfanden. viele Künstler verkauften dort auch ihre Werke. Für mich war es jedesmal ein schneller Gang beim Kommen und ein gemächlicher Spaziergang durch die Ausstellung, wenn ich nach Hause ging. Es war immer wieder wie eine Therapiestunde. ich möchte es nicht missen.

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  9. Freue mich ,dass auch kranke Menschen die Möglichkeit haben die ausdrucksstarken Bilder Deines Mannes zu sehen!-Ich bin nur froh,dass ich das schon auf "seiner Seite" in Deinem Blog tun konnte und dazu nicht ins Krankenhaus musste :)-Kann Dich verstehen...Doro

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  10. hi, das sieht man im Münchener Raum auch oft, dass in Krankenhäusern Bilder von Künstlern ausgestellt sind. Das Bild Licht im Raum gefällt mir sehr gut! Es lässt so viele Fragen offen. Find ich klasse, dass dein Mann dieses Hobby hat. Ich versteh ihn sehr wohl, dass es ihm unangenehm ist, seine eigenen Bilder zu sehen. Ich häng meine nicht mal gerne im Haus auf, aber 5 haben es an die Wände geschafft. Peinlich sind mir nur immer die Nachfragen, von wem sie denn sind, wenn Bekannte/Freunde uns fragen. Allerdings gibt's bei mir keine gegenständlichen Bilder. :-) LG Andrea

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  11. Ich habe mich jetzt zuerst mal auf der Seite Deines Jochen umgesehen und bin dann durch die Klinikflure gewandert. Auch für mich ist dieser Ausstellungsort befremdlich, da ich Krankenhäuser möglichst meide. Auch wenn dieses Haus wohl zu den gepflegteren und freundlicheren gehört. Im Laufe der letzten Jahre habe ich als Besucher so manches Krankenhaus kennengelernt, in dem sich niemand freiwillig in den Fluren aufgehalten hätte - es waren nur Wirtschaftswege und zusätzliche Abstellräume.
    Was für ein Unterschied zu diesem lichtdurchfluteten freundlichen Ausstellungsmöglichkeiten. Aber ich stimme Susanna zu, allein die Gerüche der Desinfektionsmittel würde mich schon zurückschrecken lassen.
    Daher ist es schön, dass Jochen so eine interessante virtuelle Präsentation besitzt.
    Aber für Patienten und ihre Besucher ist es bestimmt eine willkommene Abwechselung. Denn vielleicht inspirieren die dort ausgestellten Bilder ja dazu über etwas anderes als die eigene Krankheit zu reden.
    Liebe Grüße Silke

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