Mittwoch, 3. Oktober 2007

Wunderschönes Schweden - Anreise

Dieser Feiertag ist ein willkommenes Geschenk für mich - der Einstieg in den Alltag fällt mir doch so unendlich schwer. Deshalb kehre ich gedanklich immer wieder mit besonderer Freude zu unserem Urlaub zurück.

Unser allererstes Urlaubserlebnis war, noch hier zu Hause, dass Jochens Angeln aus dem Keller verschwunden waren? Seltsam, seltsam und ärgerlich. Also ist er noch wenige Stunden vor der Abreise losgezogen, um Ersatz zu beschaffen.

Die Fahrt von Berlin nach Rostock zur Fähre war schon recht ungemütlich. Nein, unser "Wägelchen" ist mit uns und unserem Gepäck auf gewohnt komfortable und zuverlässige Weise unterwegs gewesen. Nur die äußeren Bedingungen wurden ungemütlicher, je weiter wir gen Norden fuhren. Der Regen kam waagerecht über's Land wegen dem Wind, dem himmlischen Kind. Trotzdem waren wir pünktlich am Hafen. Auch die Überfahrt begann ganz harmlos, bis wir auf offener See waren. Wir lagen in unseren Kojen und Jochen konnte von oben durchs Bullauge die Wellen beobachten. Mir hats genügt, das Knacksen und Knarzen zu hören. Ich hatte das Gefühl, die Koje wird wie ein Gummiband auseinander- und wieder zusammengezogen. Morgens beim Duschen musste immer eine Hand am Sicherheitsgriff bleiben. Ca. 1 Std. vor Trelleborg meldete sich der Kapitän mit der Durchsage, dass er "aufgrund des Sturmes die Route neu berechnen müsse, weil wir so nicht in die Hafeneinfahrt kämen". Danke für die freundliche Information! Und letztendlich sind wir lediglich mit 1 Std. Verspätung wohlbehalten in Trelleborg vom Schiff gerollt. Wie nicht anders zu erwarten, begrüßte uns auch dort kein strahlender Sonnenschein - noch nicht. Aber... oberhalb von Göteborg wurde es schöner und schöner, so dass wir unser Ziel tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein erreichten:


Dieses Häuschen war ein Raumwunder
mit seinem Galerie-Wohnzimmer -
von außen sieht man es ihm wirklich nicht
an.





Es ist übrigens Teil eines ehemaligen Künstlerhofes. Ein gewisser Herr Knöppel hat sich dort nach Kriegsende niedergelassen, einen kleinen Tierpark gegründet und wurde mit seinen lebensnahen Tierplastiken wohl recht bekannt. Heute ist es ein Reiterhof, der von einem sehr netten jungen Paar betrieben wird. Sie haben den Hof vor 7 Jahren übernommen und sich damit einen Lebenstraum erfüllt.


Die folgenden Bilder zeigen die unmittelbare Umgebung des Hofes u.a. mit dem herrlichen Blick auf die Berge, wir waren total verzaubert von dem einzigartigen Licht:





































Wie wär's noch mit einem kleinen Spaziergang, um...










... auch den See "Gunnern" zu begrüßen, der...

...sich auf die eine oder andere Weise zeigen konnte:










Um mit Wilhelm Busch zu sprechen "Dies war der erste Streich und der zweite folgt sogleich" - in Kürze gibt es weitere Bilder und Urlaubsgeschichten - versprochen!!!

Kommentare:

  1. Hallo Marlene,
    oh je, diese Überfahrt muss ja schrecklich gewesen sein. Ich werde so schnell seekrank, kann das Schaukeln gar nicht ab.
    Die Landschaft ist ja sehr schön. Weißt Du, welches Bild mir am besten gefällt? Der Blick aus dem geschlossenen Fenster nach draußen.
    Ich freue mich schon auf mehr Bilder.
    LG Margrit

    AntwortenLöschen
  2. Nach diesem schlechten Urlaubsbeginn konnte es doch nur besser werden - hoffe ich zumindest:) Mir gefallen die Seefotos am besten.

    AntwortenLöschen
  3. ohhhhh wie schön! die letzten Motive sind doch bestimmt auch was für Jochen zum nachmalen? Oder...
    Bei deiner kleinen Seekrankheit müsste ich schmunzeln..ging mir zum Anfang meiner Seglerkariere auch immer so, es war als schwankt am Land alles weiter....
    chrissi

    AntwortenLöschen