Sonntag, 29. Juli 2007

Eintrag vom 29.07.07

Lieben Dank für Eure mitfühlenden Worte - sie haben uns sehr gut getan.
Heute morgen - an Jochens 49. Geburtstag - ist sein Vater von seinem Leiden erlöst worden. Wir haben gemeinsam alles Nötige in die Wege geleitet und hoffen, dass es ihm ermöglicht wird, seine letzte Ruhe neben seinen Großeltern, Eltern und Geschwistern in seiner früheren Heimat- gemeinde zu finden. Er konnte seine diesbezüglichen Wünsche leider nicht mehr äußern, aber wir denken, dass wir damit in seinem Sinne handeln.

Freitag, 27. Juli 2007

Die rettende Insel ...

... "Wochenende" ist endlich erreicht. Meine (Arbeits-)Woche hatte es ziemlich in sich - von einem gerissenen Seilzug im Fahrstuhl über verstopfte Toiletten bis hin zu leidigen Diskussionen mit der Urlaubsvertretung der Putzfrau war alles dabei. Heute hab ich dann noch erfahren, dass ich in den nächsten Wochen ein doppeltes Pensum absolvieren darf. Meine Kollegin im Hauptstandort ist leider krank geworden, wofür sie selbstverständlich nichts kann. Aber dennoch...
Am Mittwoch erreichte uns die Nachricht, dass sich der gesundheitliche Zustand von Jochens Vater dramatisch verschlechtert hat. Das beschäftigt uns schon sehr - gerade auch weil wir nicht jederzeit vor Ort sein können. Mein Schwiegervater leidet seit einigen Jahren an der Alzheimer-Krankheit. Nun sind akute organische Probleme hinzu gekommen. Es war und ist für ihn ein großes Glück, dass er trotz allem nach wie vor in häuslicher Umgebung gepflegt werden konnte. Dennoch kann man ihm nur baldige Erlösung wünschen.
Diesen Weg ist er sicher unzählige Male mit seinem Skizzenblock auf Motivsuche für seine herrlichen Landschaftsimpressionen entlang geradelt. Es würde ihn freuen, wenn er bewusst miterleben könnte, dass jetzt auch sein Sohn so schöne Bilder malt. Wie hätten sie sich austauschen und Jochen noch vieles von ihm lernen können. Durch diese heimtückische Erkrankung war es leider nicht möglich.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Wenn Ihr wollt,...

... nehme ich Euch heute mal wieder mit auf einen Spaziergang durch ein historisches Stück Berlin in unserer unmittelbaren Umgebung. Es handelt sich um den Ortsteil Alt-Marienfelde (erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1344).
Ich wünsche Euch viel Freude und entspannte Momente bei unserem Streifzug: zunächst führt uns der Weg über die alte Dorfaue mit dem Teich

zu einem der frühesten Bauwerke in der Mark Brandenburg und gleichzeitig der ältesten Kirche Berlins - erbaut um das Jahr 1200. Ist sie nicht ein Fels in der großstädtischen Brandung?

Nachdem wir hier einen Moment verweilt haben, führt uns die gut erhaltene Dorfstraße vorbei sowohl an noblen Villen als auch windschiefen "Bauernkaten"


bis hin zur ehemaligen Schmiede des Dorfes (Vorderfront)

und Rückseite - von der großen Wiese aus gesehen.

Hier finden wir uns am Rande des Gutsparkes wieder mit seinen lauschigen Gängen unter altehrwürdigen Bäumen


und den weitläufigen Wiesen, die sich im Frühjahr wie ein Meer von (Krokus-)Blüten präsentieren und im Sommer gern zum Sonnen, Picknicken oder einfach nur Dösen einladen.

Vom wildromantischen Teil des Parks führt uns der Weg nun...


... direkt am eigentlichen Gutshof (im 19. Jahrhundert entstandenes Mustergut - heute steht es der Freien Universität zur Verfügung) vorbei und an diesem wunderschönen Idyll bei den ehemaligen Stallungen dürfen wir einfach nicht achtlos vorüber gehen.

Ich denke, es wird langsam Zeit, den Rückweg anzutreten. Dabei können wir nochmal die imposante Vorderfront bzw. die Einfahrt des Gutshofes betrachten und die eine oder andere "Villa",

...aber nicht nur das. Denn was wäre ein Dorf ohne den "Krug", in dem man sich zu leckerem Schmaus und süffigen Getränken traf und noch heute trifft. Die angebotenen Speisen sind einfach verlockend, sowohl in diesem romantischen "Gasthaus" mit seinen edlen Gerichten je nach Saison...

als auch in der urigen Schenke "Alte Dorfaue", die nachmittags mit ihren leckeren selbstgebackenen Hefekuchen aufwartet.

Somit ist unser heutiger kleiner Ausflug ins "malerische Berlin" beendet. Mir hat es Freude gemacht, Euch wieder ein Stück meiner Umgebung zu zeigen. Und gleichzeitig festzustellen, dass meine Heimatstadt nicht nur "City total" ist, sondern noch immer auch sanfte, ruhige Seiten zu bieten hat, in denen man die Hektik des Alltags hinter sich lassen kann. Zumindest einen beschaulichen Spaziergang lang.

Dienstag, 17. Juli 2007

Wolkenblicke


Mit diesem Himmelsblick ging gestern unser Tag zu Ende - ist dieser Sonnen-Strahlenkranz nicht faszinierend? Ein Naturerlebnis!!!

Ebenso wie die Morgenstimmung, die uns heute gegen 5 Uhr empfing - endlich hat sich das frühe Aufstehen mal gelohnt. Donnergrollen und Blitze zuckten durch die Luft - östlich von uns. Die Morgensonne hat sich jedoch recht schnell gegen die dunklen Wolken durchgesetzt.


Es wurde wieder ein warmer sonniger Tag, den der gleichmäßige Wind allerdings angenehmer machte als den gestrigen.

Montag, 16. Juli 2007

Hot Monday

Im Moment muss wirklich niemand frieren - es sind kuschelige 36° - ein richtiger Sommer!!!! Mir würden 10° weniger zwar vollkommen genügen, um mich rundum wohl zu fühlen, aber ich will mich nicht beschweren. Viel zu schnell kommt der Herbst mit seinem trüben Licht, wenn man sich die wärmende, helle Sonne wieder herbeiwünscht. Also heißt es jetzt Sonne tanken und die Stimmungen des Sommers speichern.
In unserem Gärtchen haben wir gestern einen Neuankömmling begrüßt. Es ist eine Cosmea und zum Schutz vor den gefräßigen Schnecken hat sie ihren Platz in einem Topf gefunden:

Außerdem blüht der Phlox

Noch trägt der Baum viele Birnen - da kann man sich fühlen wie Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (was hier übrigens gleich um die Ecke liegt). Leider leiden die Bäume hier allesamt unter dem Gitter-Rost - seeeehr schade!!!

Und so sieht unser "wildes" Gärtchen zur Zeit aus der Perspektive der Birnen aus:
Und wer sitzt da denn so müßig herum?

Sonntag, 15. Juli 2007

Ein Sommer-Sonnen-Sonntag

Nun hat er also wieder Einzug gehalten bei uns - der Sommer. Es war zwar gleich etwas heftig - so von 0 auf 100 vom Regen auf 30° und mehr. Aber wenn man frei hat und nicht bei der Arbeit im Büro schwitzen muss, dann kann man es doch durchaus genießen, oder? Wir hatten gestern sehr nette Gäste in unserem Gärtchen - der erste Besuch von Freunden aus Westfalen - 10 Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen. Es war richtig schööön!!! Da kam auch unsere Sitzecke unter der "Liebeslaube" (wie sie von Nachbar Kuntze liebevoll getauft wurde) endlich mal zu Ehren. Nur auf die Invasion von Mücken hätten wir alle gut verzichten können.

Die kleine Kinder-Holzschubkarre aus dem uralten Stallgebäude von Jochens Eltern beherrbergt inzwischen ein üppiges blaues Kissen. Ein richtiger Farbtupfer inmitten des dichten Grüns. Leider hab ich den Namen dieser schönen Pflanze vergessen.

Diese
unbekannte Schöne ist heute morgen erblüht. Das ist eine weitere von den Rosen,
die wir von unserem Vorgänger übernommen
haben. Insgesamt sind es 7 Rosenstöcke, die
wir mit dem Garten genießen dürfen. Und
alle schenken uns herrliche Blüten, die auch
wundervoll duften z.B. nach Himbeeren.
Sie machen uns viel Freude!!!

Freitag, 13. Juli 2007

Ein angenehmer Freitag...

..., obwohl es ein 13.ter war. Davon lassen wir uns doch überhaupt nicht beeindrucken. 2 freie Tage liegen ausgebreitet vor uns. Genau wie dieser See auf einem Bild von Jochen - es ist eines meiner Lieblingsbilder:


Der Regen hat bei uns tatsächlich schon eine Pause eingelegt. Eine nette Portion Sonnenschein ist mir sehr willkommen, aber 37° müssen es von mir aus nicht unbedingt werden. Ich lass mich einfach überraschen. So oder so werde ich jede Sekunde genießen - das hab ich mir versprochen!!!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Erleichtert!!!

Heute war der von mir gefürchtete Termin bei der Kardiologin. Sie hat Entwarnung gegeben - mein Herz ist okay, es schlägt nur zu schnell im Moment. Das hatte jedoch noch keine negativen Folgen auf den Herzmuskel - bin ich froh!!!!!!!! Die Ärztin hatte auch eine mögliche Ursache parat. Also werde ich jetzt doch wieder mal meine Schilddrüse untersuchen lassen. Vielleicht schaff ich's noch vor unserer Urlaubsreise.
Jetzt denke ich aber erst einmal nicht weiter darüber nach, sondern freu mich auf das bevorstehende Wochenende - nur noch 1x Weckerklingeln und dann... Es soll sehr sommerlich werden!!!

Sonntag, 8. Juli 2007

Sonntagmorgen

Ich war heute morgen mal wieder im Garten nach einer total müden Woche, in der ich außer meinem beruflichen Arbeitspensum so gut wie nichts geschafft habe. Vielleicht wird die kommende Woche ein wenig sommerlicher, so daß ich die nötige Energie finde, dem Garten eine (dringend nötige) Portion Pflege zu kommen lassen kann. Trotz allem ist mein morgendlicher Besuch mit dem Anblick dieses Röschens belohnt worden. Es ist eine (mir) namentlich unbekannte Schönheit, die schon dort lebte, als wir den Garten vor 3,5 Jahren übernahmen.

Sonntag, 1. Juli 2007

Berliner Idylle

Der heutige Sonntag hat sich von seiner besten Seite gezeigt - er hat es fast schon wieder zu gut mit uns gemeint. Aber wir haben es ihm mit einem unserer üblichen Spazier-Streifzüge durch unseren Bezirk gedankt. Es gibt doch immer wieder Neues zu entdecken - idyllische Ecken, die man einer Großstadt vielleicht gar nicht zutrauen würde. In diese Häuser hab ich mich sofort verguckt - sie strahlen soviel Wärme und Gemütlichkeit aus. Man verliert komplett das Gefühl, in der Stadt zu sein.

Weiter ging es am weitläufigen Gelände der Freien Universität, an der auch Florian studiert.

Zwischendrin ist uns noch dieses kleine Geschöpf begegnet, d.h. es hat lautstark auf sich aufmerksam gemacht - ein winziger Eichelhäher. Wir haben ihn natürlich nicht berührt, in der Hoffnung, dass sich seine Eltern trotz seines offensichtlichen Absturzes weiter um ihn kümmern. Wir haben ihn nur ganz vorsichtig aus der Entfernung im Bild festgehalten.

Und nach diesem Naturerlebnis sind wir, dem gemütlichen Kaffeestündchen entgegen, mit der Bimmel-U-Bahn-Linie 3 zurück gen Heimat gefahren.