Dienstag, 28. August 2007

Stadtrundgang Teil 2

Ich geb es ehrlich zu, ich war schon längere Zeit nicht mehr in der "City" Berlins - ich hab sie meist nur mit der U-Bahn unterquert. Aber das soll sich in Zukunft auf jeden Fall ändern. Es gibt ganz gewiss noch viiiiele schöne und/oder interessante Ecken zu entdecken.
Berlin ist ja immer eine Mischung aus Historischem und Modernem, das kann man auch in den folgenden Bildern erkennen. Wir waren zu Fuß unterwegs und konnten unser Tempo somit selbst bestimmen. Es stehen aber auch andere Möglichkeiten der Erkundung aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zur Wahl, z. B. die etwas kuriosen Velo-Taxis, die inzwischen zum (fast) normalen Stadtbild gehören...










... und wer gern oben ohne Bus fahren möchte, der kommt sicher hier auf seine Kosten.
Oder lieber unter dem Motto "... eine Seepartie ist lustig, eine Seepartie ist schön..." die Stadt vom Wasser aus beschauen - kein Problem - auch bei grauem Himmel hat es seinen Reiz -





So oder so oder so ähnlich, auch Abendfahrten bei Laternenschein und kulinarischen Genüssen oder
mit beschwingter Tanzmusik sind sehr beliebt und werden, glaube ich, sogar ganzjährig angeboten.

Unser Weg führte uns also vom Nikolaiviertel, vorbei an den Resten vom Palast der Republik (auch "Erichs Lampenladen" genannt aufgrund seiner bizarren Decken-Lampen-Konstruktion im Inneren)










... im Auswärtigen Amt wie auch allen anderen Bundesbehörden war gerade Tag der offenen Tür und wie hieß es? "Trotz aller Politikverdrossenheit haben die Berliner dieses Angebot, Ihren Volksvertretern auf die Bude zu rücken, gern und zahlreich angenommen".

Das ist die Friedrichwerdersche Kirche - sie wird von den Staatlichen Museen Berlins als Ausstellungsraum für die Skulpturensammlung des 19. Jahrhunderts und für eine Dokumentation über Leben und Werk des Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel genutzt. Auch sie wurde aus Anlass der 750-Jahr-Feier Berlins rekonstruiert













Gleich um die Ecke dann mitten in der Stadt Reihenhäuser neuester Bauart - "Townhouse's" genannt - eine bunte Kette verschiedenartiger schmaler bis zu 6-geschossiger Häuser. Ich find sie irgendwie originell, ohne darin wohnen zu wollen. Sie sollen nach Abschluss der Bauarbeiten wohl in einer parkähnlichen Anlage stehen - hier ist nur eine Zeile zu sehen - an der Rückfront stehen weitere "Glieder dieser Kette".

Dieser (An)Blick hier rechts ist
ziemlich "heftig", oder? Das gehört
auch noch zu diesem Ensemble.

Gleich um die Ecke steht dann dieser imposante Neubau - wenn ich mich
recht erinnere ein Hotel
Und schon sind wir an der "alten" U-Bahn-Station Hausvogtei-Platz


Ganz Berlin ist eine Baustelle










Hier empfängt uns - vom Hof des Opernpalais aus - die Prachtstraße "Unter den Linden", die von vielen historischen Gebäuden gesäumt und vom "Alten Fritz" bewacht wird.


Zur Rechten das Kulturhistorische
Museum ...








... und zur Linken die Neue Wache...

... und über die Linden wacht der "Alte Fritz"

Einen Augenblick Bilder "kieken" auf dem Kunstmarkt










Nur kurz wieder die Spree überqueren uns schon stehen wir im Lustgarten vorm Berliner Dom (und der Fernsehturm drängelt sich auch mit auf's Bild).

Der Dom steht auf der sogenannten Museumsinsel, gemeinsam mit dem Bode- und dem Pergamon-Museum. Er wurde zwischen 1894 - 1905 in der heutigen Form an der Stelle kleinerer Vorgängerbauten aus dem 15. Jahrhundert erbaut. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Gebäude schwer beschädigt und nach der Rekonstruktion erst 1993 wieder eingeweiht.
In der Gruft haben (in der Zeit zwischen 1536 - 1916) viele Mitglieder des Hauses der Hohenzollern, des ehemaligen preußischen Königshauses, ihre letzte Ruhe gefunden.

Auf der anderen Straßenseite hat die St. Marienkirche seit dem 13. Jahrhundert ihren Platz. Sie ist die älteste von 6 mittelalterlichen Kirchengebäuden im alten Zentrum der Doppelstadt Berlin-Cölln. Sie beherbergt eines der bedeutendsten, mittelalterlichen Kunstwerke - das Totentanzfresko.

Das "Rote Rathaus" - ursprünglich einfach Berliner Rathaus ist inzwischen Sitz des Berliner Senats. Der rote Klinkerbau wurde
in den Jahren 1861 -1869 erbaut und schon in den 50er Jahren nach schweren Kriegsbeschädigungen wiederaufgebaut.

Mit einem letzten Blick auf die markanten Gebäude steigen wir wieder in den Doppeldecker und genießen eine halbstündige Fahrt durch das Panoramafenster des oberen Decks.

Sonntag, 26. August 2007

Mit dem Doppeldecker-Bus ins alte Berlin

Heute hat uns ein spontaner Ausflug zunächst zu dem überraschenden Vergnügen einer Fahrt im Doppeldecker-Bus (fast ganz vorn) gebracht auf dem Weg ins alte Berlin rund um das Nikolaiviertel. Dort stand das Wochenende ganz im Zeichen der Geschichte - mit der "Historiale" wurde die Zeit zwischen 1807 - 1815 lebendig. In diesen Jahren stand Preußen und somit auch Berlin unter französischer Besatzung durch Napoleon Bonaparte und seine Truppen. Einige nette Schnappschüsse sind uns, glaube ich, gelungen.










Der erste Blick aufs Nikolaiviertel - Fernsehturm und Nikolaikirsche mit ihren Zwillingstürmen einträchtig nebeneinander.













Das Nikolaiviertel - rund um die spätgotische Nikolaikirche (erbaut zwischen 1225-1230) - ist entstanden im historischen Stadtteil Berlin-Cölln. Im 2. Weltkrieg wurden die ursprünglichen Straßen und Gebäude, an denen schon Schinkel, Humboldt, Goethe und der Berliner Maler Heinrich Zille entlangflaniert und zu einem "kühlen Blonden" eingekehrt sind, stark zerstört und größtenteils beräumt. 1981 - 1987 ist es aus Anlass der bevorstehenden 750-Jahr-Feier Berlins neu errichtet worden. Besondere Mühe wurde dabei darauf verwendet, unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten Berlin einen altstädtischen Kern zurückzugeben. Neben Rekonstruktionen der verbliebenen historischen Gebäude wurden Lücken in der mittelalterlichen Struktur durch stilistisch nachempfundenen Plattenbauten geschlossen. Also wer nach bzw. neben dem Besuch von Potsdamer Platz, Hauptbahnhof, Reichstag, Brandenburger Tor etc. einfach mal die Seele baumeln lassen möchte, ist hier recht gut aufgehoben. Hier gibt es gemütliche Kopfsteinpflaster-Gassen mit unzähligen Verlockungen in Form von "Puppenstuben"-Läden (von edlen Boutiquen bis hin zum Souvenier-Shop) und einem breiten kulinarischen Angebot von Meeresspezialitäten aus der Provence bis zu Ur-Berliner Küche.

Blick auf die Spree - heute waren viele Dampfer unterwegs (hier die "Kehrwieder") - ganz hinten der Berliner Dom, dem zur Zeit die goldene Kugel auf der Spitze fehlt. Sie musste aus Sicherheitsgründen abgenommen werden und wird erst nach Rekonstruktion wieder aufgesetzt.
Direkt vor dem Dom die Überreste vom "Palast der Republik" .

Und dann nimmt uns dieser Rekrut mit auf eine kleine Zeitreise: zunächst werden Passierscheine ausgestellt














Während es hier noch musikalisch zugeht,










werden hier bereits schwerere Geschütze aufgefahren












Aber keine Sorge, sie ziehen vorüber und lassen uns weiter flanieren, vorbei an der Schmiede und der verlockend duftenden Räucherei













Mit einem letzten Blick auf die urigen Gassen und die Nikolaikirche verabschieden wir uns













Ach nein, diesen kleinen chinesischen Violin-Virtuosen mit seinen Verehrerinnen wollen wir nicht vergessen
An dieser Stelle war es wirklich Zeit für ein kleines Kaffee-Päuschen - in Kürze geht unsere kleine Sight-Seeing-Tour weiter - versprochen!

Samstag, 25. August 2007

Ein Stündchen im Garten

Heute war ich das erste Mal seit Tagen wieder im Garten. Am vergangenen Sonntag hatte ich ja leider ein unangenehmes Souvenir mitgebracht. Mich hatte ein "liebes" Insekt in den linken Fuß gestochen. Die Folge war eine deutliche Schwellung, Rot-Blau-Färbung und leider auch stechende Schmerzen. Deshalb hab ich den Tatort gemieden, aber lange halte ich das natürlich nicht aus ohne mein grünes Wohnzimmer. Meine heutigen Mitbringsel sind weitaus schöner und völlig ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Sonnenblume mit Flügeln startbereit




Neue leuchtende Blüten am Wandelröschen


Und hier sind fleißige Bienchen am Werk










Ein Hauch von Herbst