Donnerstag, 13. September 2007

Hurra, es ist soweit!!!

Erst einmal wollte ich, natürlich auch in Jochens Namen, vielen lieben Dank für Eure Kommentare zum Thema Ausstellung sagen. Wie ich lese, geht es uns allen sehr ähnlich. Eine Klinik-Austellung ist eine tolle Sache für den Künstler, der sein Werk präsentieren kann und für die Patienten ebenfalls, die vielleicht ein wenig Ablenkung finden von dem eigentlichen Grund ihres Klinikaufenthaltes. Andererseits verbindet man mit dem Ort "Klinik" immer auch ein flaues Gefühl, oder? Um so mehr sollte dieses Konzept Schule machen, finde ich!!!

Und nun... ist es also an mir, für kurze Zeit "Tschüß" zu sagen. Seit gut 3 Stunden habe ich tatsächlich Urlaub - ich kann's noch gar nicht so richtig glauben. Und morgen geht die Reise los. Wohin sie Jochen und mich führen wird, könnt ihr hier sehen:

Wir fahren in unser geliebtes Schweden - ins Värmland - und freuen uns auf 2 total entspannte Wochen. Einfach mal abschalten und die Seele baumeln lassen - ob bei Wanderungen, Ruder- und Angeltouren auf und um diesen malerischen See,

dem einen oder anderen Stadtbummel und nicht zu vergessen bei gemütlichen Kamin-Schummerstündchen im lauschigen Ferienhäuschen.










Ende September kehren wir zurück und beenden unseren Urlaub mit der Feier des 90. Geburtstag meines Vaters im größeren Familienkreis. Und danach erzähle ich hier natürlich wieder gern mit schönen Fotos. Bis dahin bleibt schön gesund und lasst es Euch auch gut gehen!!!

Donnerstag, 6. September 2007

Donnerstagabend

Gerade sind wir von der Eröffnung der "Großen Steglitzer Kunstausstellung" zurückgekehrt. Es ist für Jochen noch immer keine Selbstverständlichkeit, seine Werke so direkt einem Publikum zeigen zu können. Um so schöner, dass es diese Möglichkeit gibt. Es gab eine öffentliche Ausschreibung und die Jury hat unter anderem auch eines seiner Werke ausgewählt.

"Aufziehendes Gewitter über der Nordsee"

Ein bißchen "merkwürdig" ist es uns allerdings nach wie vor, eine Ausstellung in den Räumen einer Klinik zu besuchen.

Das war ja schon in den letzten Monaten in der Klinik Waldfriede so und nun eben auch an der Uniklinik "Benjamin Franklin". Nur ist es scheinbar überhaupt nichts Ungewöhnliches, denn die Beteiligung von Künstlern und das Interesse des Publikums ist doch recht groß. Es werden sowohl Gemälde als auch Fotografien gezeigt.
Wir haben einige Schnappschüsse von der "Vernissage" gemacht. Neben Getränken und kleinen Knabbereien wurden von engagierten Mitarbeitern des Kulturamtes auch Ausstellungs- Kataloge mit einem Verzeichnis aller beteiligten Künstler verteilt

Anschließend spielte das "Sound Syndikat"
einige Takte und die Kultur-Stadträtin
sprach noch einige würdigende Worte.







Wir haben allerdings, ich gestehe es, nicht lange ausgeharrt. sind stattdessen durch die Gänge geschländert und haben uns die
Hauptsache(n) betrachtet, die Bilder + Fotos nämlich. Aber es gab einiges, was uns - natürlich neben unserem Favoriten - ganz gut gefällt, z.B.:

"Licht im Raum"


"Birken" in Pastellkreide

"Sommermorgen"

oder
...dieses fotografische Quartett

In jedem Fall ist diese Ausstellung ein interessanter Querschnitt verschiedenster Künstler und Stilrichtungen und lohnt sich durchaus anzuschauen.

Sonntag, 2. September 2007

Mittelaltermarkt in Dahlem

Gestern nachmittag hat uns der Weg zum Mittaltermarkt geführt:
"In der Domäne zu Dahlem hat man sich absonderliche Gäst geladen. Wo sonst der Landmann inmitten städtischer Umtriebigkeit seinem Tagwerk nachgeht, herrschen itzt andre Töne vor. Statt des Hahns kräht nun der Spielmann zum morgendlichen Weckruf, der Bienen Fleiß steht auch den Meistern wohl an, und wo sonst das Milchvieh friedlich grast, rüsten die Ritter zum Turney" (Auszug aus dem Programmheft der "Kramer Zunft und Kurtzweyl")
Es war auf jeden Fall ein ganz besonderes Vergnügen!!! Übrigens "Kindlein unter Schwertmaß" wurde freier Eintritt gewährt.
Begrüßt wurden wir durch die "Nachtigallen von Braagas, deren Melodeyen selbst ein steinernes Herz erweichen können"

Und gleich zur Stelle ist auch der Vogt nebst Gemahlin, um nach dem Rechten zu schaun.

Neben vielen anderen Handwerkern war auch der Holzschnitzer mit seinem Werkzeug an einem Stand zu finden.







Und gleich daneben wurde "der grausame
Rüdiger" nimmermüde, seine Instrumentarien zu erklären.








Es wurden auch Seifen und Kerzen feilgeboten.










Und die "Kindlein" hatten ihre Gaudi beispielsweise beim Bogen schießen und Kerzen ziehen










"Das Turney der Kindlein"

oder wenn der Magier hautnah seine Kunststücke zeigte

Auch für's leibliche Wohl war an vielen Ständen und Tavernen gesorgt, es gab leckeres Holzofenbrot, Reis&Gemüs, leckere Fladen mit verschiedener Füllung, außergewöhnlich lange Fleißspieße, heißen & kalten Met, Schwarzbier, Datteltee heiß & kalt und vieles mehr























Viele Meister(innen) ihrer Zunft zeigten Beispiele ihres Könnens und ihrer herrlichen Waren:


Der Töpfer









Spinnen und Weben
Die Schmiede








Blaufärben
Die Perlenmacherin

Auf dem Weg zum "Turney"-Platz begegneten uns der Büttel und der Herold, die sich gerade für das bevorstehende Spektakel stärkten










und "der Waliser Joculatar, Possenreißer, Komödiant Master Fleapit" ganz in seinem Element.










Der Höhepunkt: das Turney der Bergischen Lehnsherren. "Mag solch ein Turney auch Spiel und Kräftemessen sein, es ist das das edelste der Spiele und Ihr dürft Zaungast sein." (so geschrieben im Programmheft)













Manfredius von Württemberg & Laurentius von Hagen










Der Vogt und der Büttel, die dem "Hinterlass" (dem Publikum) die Regeln des "Turney" auf's Vortrefflichste zu erklären verstanden























Eine Veranstaltung, die in Puncto Vielfältigkeit, Darstellung, Sachkenntnis und Unterhaltung ein absoluter Höhepunkt war und es verstand, Interesse am Leben des Mittelalters zu wecken! Auf diesem Markt hätte man mit Freuden Hunderte von Silbertalern lassen können!