Montag, 12. Mai 2008

Gartenfreuden und ein Besuch auf der Insel

Es war ein herrliches Pfingst-Wochenende!!! Wir haben wirklich jede Minute genossen. Zum Auftakt hat das Rosenbeet einen Rahmen aus Buchsbäumchen bekommen. Sie standen bisher an anderer Stelle und kommen nun weitaus schöner zur Geltung. Nun, denke ich, werden sich auch die kleineren unter ihnen besser entwickeln können. Demnächst können wir uns auf den ersten Blütenreigen von (Pfingst-)Rosen, Lupinen und Clematis freuen und auf eine "reiche" Erdbeer-Ernte. Die Wasserversorgung ist zum Glück auch gesichert - alle Leitungen und Hähne sind wieder komplett.










Seit kurzem hat auch ein kleiner Dauergast ein geschütztes Plätzchen bei uns gefunden.

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Gestern hat uns das herrliche Wetter etwas weiter hinaus gelockt. Unser kurzentschlossenes Ziel war die Pfaueninsel - sie liegt im südwestlichsten Zipfel Berlins. Seit 1924 ist die Insel als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gehört inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Erst im Nachhinein hab ich mich ein bißchen über die Geschichte der Insel und ihrer Gebäude kundig gemacht. Wobei jede Einzelheit hier den Rahmen echt sprengen würde und jeder kann die Einzelheiten ihrer Geschichte ja auch jederzeit im Internet nachlesen. Nur soviel an dieser Stelle:
In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ließ der Große Kurfürst auf der Insel eine Kaninchenzucht einrichten - deshalb zunächst auch der Name "Kaninchenwerder". Die Pfauen kamen erst viel später, aber der Name Pfaueninsel wird seit 1795 erwähnt.
1685 wurde die Insel dem Alchimisten und Glasmacher Johannes Kunckel zum Geschenk gemacht. Dunkle Rauchschwaden und stechende Gerüche zogen zum Festland hinüber und veranlassten die Bevölkerung zu allerlei Vermutungen über Goldmacherei und schwarzer Magie. 1689 brannte die Glashütte und sein Laboratorium ab.
Danach lag die Insel 100 Jahre im "Dornröschenschlaf". Bis Friedrich Wilhelm II sie für die romantisch-erotischen Aufenthalte mit seiner Geliebten Wilhelmine Encke - spätere Gräfin von Lichtenau - zu ihrem eigentlichen Leben erweckte.

Wir haben die letzte Etappe in einem historischen Doppeldecker-Bus zurückgelegt und dann gings mit der Fähre hinüber auf die Insel. Sie ist mit einem Netz von Spazierwegen durchzogen, von denen aus man immer wieder von neuen wunderschönen Blickwinkeln überrascht wird. Und manchmal hatte ich das Gefühl, dass jeden Moment die "schöne Wilhelmine" oder auch Königin Luise mit ihrem spitzenbesetzten Sonnenschirmchen flanierend, auftauchen könnte. Es wird sicher nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein, zumal wir längst nicht alles sehen konnten, was diese beschauliche, natürliche Insel zu bieten hat. Wir haben für unseren ersten Rundgang den äußeren Weg - größtenteils dicht am Ufer der Havel entlang - gewählt. Wer mag - den lade ich herzlich ein, uns hier noch einmal zu begleiten...








Wassersportler auf der Havel

Blick zum Porticus zur Erinnerung an Königin Luise

Die Meierei - erbaut im Stil der Ruine eines gotischen Klosters - sie war das Hauptgebäude eines ländlichen Anwesens mit Milchviehwirtschaft, Pferden und Schafen





Eine der vielen historischen Bänke, die immer wieder an malerischen "Ecken" zum Verweilen einladen.

Blick zum "Kavaliershaus" - Wohnhaus für Gäste und Dienstpersonal
Der Anbau von 1824/25 besteht aus einem ehemaligen Danziger Patrizierhaus, welches vom Abriss betroht war und in numerierten Einzelteilen auf die Insel gebracht und dort wieder aufgebaut wurde.

Die Statuette für die Schauspielerin Rachel, die am 13. Juli 1852 völlig ohne Bühne im Freien eine Sondervorstellung für Zar Nikolaus ! und Friedrich Wilhelm IV gab.

Das Schloss - weit hin sichtbares Wahrzeichen der Insel. Es soll ein verfallenes römisches Landhaus darstellen.


Historischer Dampfer auf der Havel

Das Schweizer Haus

Ein Kunstwerk der Natur - ein Baum im Baum
von außen und...

...von innen betrachtet

Eintritt in den runden Garten...


...und ein ganz besonderer Inselbewohner


Wir kommen gern wieder!!!

Kommentare:

  1. oh Marlene, das war ja wieder ein toller Ausflug, ein schöner Spaziergang und weil ich es nie schaffen könnte, habe ich deine Bilderführung genossen, danke dir und noch einen schönen Restpfingstmontag...von
    Saba

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  2. Moin, Du hast ja auch gearbeitet!!! Tja, der Garten kennt keine Feiertage. Schöne Fotos hast Du von Berlin. Ich wußte gar nicht, dass es da so schön ist. Kann sehr gut verstehen, dass Du da öfter bist.
    Liebe Grüße Barbara

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  3. Die Königin-Luise-Stimmung ist dort einmalig, ich genieße die Bilder sehr; danke dafür! Schöne Grüße von der Filztaschen-Botschafterin

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  4. Liebe Marlene,
    schön ist es an der Havel. Habe schon mal einen TV-Bericht gesehen und konnte es kaum glauben, welch schöne Natur dort vorzufinden ist.

    Dein Garten ist auch wunderschön. Ja es wahr ein traumhaftes Pfingstfest. Nun soll es ja erst mal wieder wechselhaft werden und das kommende WoE mehr verregnet.

    LG, Birgit

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  5. Das muss ja ein wunderschoener Ausflug gewesen sein. Dort wuerde ich auch gerne mal hinfahren und einen schoenen Sommertag verbringen.
    LG, Bek

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  6. Danke, dass du uns wieder alle mit auf so einen schönen Ausflug genommen hast. Und dein Garten sieht sehr gemütlich aus, genau richtig, um sich mit einem schwedischen Roman zurückzuziehen.
    Ganz liebe Grüße
    Gisela

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  7. Die Insel scheint ja recht groß zu sein. Schön sieht es dort aus, so idyllisch. Da kann man sicher schöne zeiten verbringen. Danke für´s Zeigen.
    Viele Grüße
    Margrit

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  8. Sehr schöner Ausflug, danke für die tollen Bilder. Dein Dauergast im Garten ist übrigens eins Lupine.
    Liebe Grüße
    Simone

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  9. hallo Marlene, bei dir sind die Lupinen schon weit. Eurer Ausflug war ja höchst interessant. Das würde mir auch gefallen. Die Kulissen sind auch sehr malerisch. LG Andrea

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  10. Hallo Marlene, obwohl ich drei Jahre in Berlin gelebt habe, im Sommer fast jeden Tag die Pfaueninsel gesehen habe, habe ich es nie geschafft, dort ruber zu rudern. Das war nämlich möglich, ich lebte am Wannsee mit Ruderbootanschluß, es wäre kein Problem gewesen. Deshalb hat mir Dein Spaziergang soviel Freude gemacht.
    Liebe Grüße von Edith

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  11. Hallo Marlene,
    wieder sehr schöne Eindrücke und Bilder rund um Berlin-dass das da so idyllisch sein kann...
    Dein Dauergast im Garten gefällt mir gut!!! :) Grüssle Doro

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  12. das sind ja wirklich tolle Fotos, Marlene.
    Sonnige Grüsse aus Kiel,

    Claudia

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