Montag, 21. Juli 2008

Nähere Erläuterung und noch dies und das

Als Erstes möchte ich gern noch mal auf das Experiment "Folienbackofen" eingehen. Um es gleich vorauszuschicken, es gibt ihn nirgends käuflich zu erwerben, weil es eine spontane, aus der Situation geborene Erfindung von Jochen war. Dieser Folienbackofen (so hab ich ihn kurzerhand genannt) bestand aus einem ganz einfachen kleinen Grillgitter mit ausklappbaren Beinen, das über der Gasflamme des Herdes stand. Auf halber Höhe waren die Beine mit einem Draht umspannt und handelsübliche Alufolie bildete die hauchdünnen Wände dieses "Ofens". Es entstand ein Hohlraum, in dem die Brötchen und eben auch die Tortenböden von warmer Luft umspielt, supergut, knusprig bzw. locker-leicht backen konnten. Es war schlicht und einfach eine Improvisation mit Aha-Effekt. Inzwischen liegt das Grillgitter wieder bei den Campingutensilien im Keller, der Draht ist (wo er hingehört) im Werkzeugkasten und die Alufolie... naja, Ihr könnt es Euch denken.

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Gestern hab ich endlich mal wieder die nötige Ruhe zum Basteln gefunden. Es hat unheimlich gut getan nach einer ziemlich stressigen Woche. Im übrigen brauchte ich sehr dringend Geburtstagskarten:

Ein Carl Larsson-Motiv für meine Schwester Christa


... für Leseratte Daniela


... und für die nächste Gelegenheit


Und dann sind noch 3 kleine Tauschobjekte entstanden. Wer also Lust hat...

"Playtime" - bereits reserviert

"Nature"

"Rosemary"

Übrigens, hier werden all die tollen Tausch-ATC bald ein schönes Zuhause bei mir finden. Diese beiden Kisten waren Ergänzungssätze für unser derzeitiges Lieblingsspiel "Carcassone". Meine Kollegin Jule, die Buchbinderin unserer Werkstatt hat mir die Deckel mit diesem schönen Marmor-Papier einge"kleidet". Das Innenleben werde ich allerdings selbst noch etwas verschönern.

Und in Kürze wird auch mein Mitbringsel aus dem Urlaub - dieses Stempel-Set - endlich zu Ehren kommen.

Und den heutigen Tag werde ich mit diesem Schmöker, den mir die liebe Heidi geschickt hat, ausklingen lassen.
Er wird mich entführen, na Ihr wisst ja sicher wohin, oder?

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Montag, 14. Juli 2008

Eine runde Sache, der 100ste (Post)

Den 1. Blog-Geburtstag hab ich in Gedanken ja weitab von Pc und Internet "gefeiert". Und ich möchte einfach bei dieser Gelegenheit mal sagen, wie sehr es mein Leben bereichert, so vielen sympathischen, amüsanten, kreativen Blog-Freundinnen begegnen zu dürfen.
Es ist einfach wunderbar !!!
Deshalb wünsch ich mir, dass diesem ersten Jahr noch viele weitere in so netter Runde folgen mögen. Ich werde meinen Teil dazu beitragen - versprochen!


Und nun komme ich noch mal kurz auf den Urlaub zurück. Erst einmal vielen herzlichen Dank für Eure überaus netten Kommentare. Also allen die dieses wunderschöne Land Schweden bisher noch nicht persönlich kennengelernt haben, kann ich eine Reise dorthin nur wärmstens empfehlen. Es tut der Seele einfach gut, den liebenswerten Menschen zu begegnen, diese unvergleichlich sanfte Luft zu spüren, ein Bad in kristallklaren Seen zu genießen... Man kann Schweden nicht wirklich treffend beschreiben, man muss es erleben!!!
Uns war die Zeit mal wieder viiiiiel zu kurz - was sind schon 2 Wochen? Unser Weg hat uns diesmal über 14 Stunden (reine Fahrzeit) gen Norden geführt. Wobei ich sagen muss, dass sich der Straßenverkehr bzw. die Fahrgewohnheiten der Schweden gewandelt haben. Dieses ganz und gar stressarme Dahingleiten ist scheinbar nicht mehr ganz so üblich - zumindest im Süden. Nicht umsonst halten auch dort immer mehr "Hastighetskameror" Einzug. Aber man muss ja nicht mitmachen. Wir sind wie immer recht gemütlich dahin"gezuckelt".
Ich kann mich nie satt sehen an diesem Idyll in Rot-Weiß auf sanft geschwungenem Wiesengrund. Oder wenn's plötzlich wieder durch die Bäume glitzert von einem See, der mal in grün, türkis oder tiefblau schimmert oder von diesem einzigartigen Mittsommer-Zauber ganz zu schweigen oder...
Es gibt allerdings auch - wie schon Birgit berichtet hat - den Kontrast: große Flächen abgeholzter Wälder. Viel zu oft reißt der unersättliche Hunger der Papierindustrie solche Wunden in die Landschaft. Leider! Eigentlich sollte für jeden gefällten Baum ein Neuer gepflanzt werden, aber oftmals ist die Natur ganz auf sich gestellt und dementsprechend lange dauert es, bevor die Wunde heilen kann.
Das Wollgras ist uns eigentlich das 1. Mal in dieser Fülle begegnet. Es ist faszinierend - die vielen tausend wollig-weißen Tupfer, die sich im Wind wiegen. Ich hab mir ein Sträußchen gepflückt und mitgebracht. Ebenso wie eine kleine (bunte) Auswahl von Steinen. An einem ziemlich windigen Nachmittag haben wir einen Spaziergang am Ufer des Sees gemacht und nach "besonderen Stücken" Ausschau gehalten.

Ach übrigens, lieber Dank gilt dem Erfinder des Folien-Backofens!!! Jochen hat mit seiner Experimentierfreude dafür gesorgt, dass wir trotz fehlenden Backofens zu unseren täglich frischen Frühstücksbrötchen gekommen sind. Und am 24. Hochzeitstag gab's sogar noch eine Pfirsichtorte mit mehreren Schichten.

Rundum schön war diese Zeit und dank (vor allem) Jochens neu erworbenen Sprachkenntnissen konnten wir uns bei der Einladung zum Kaffeestündchen bei Jan und Britt (unseren Vermietern) auch recht gut unterhalten. In dem einen wie dem anderen Sinne. Die Zeit verflog im Nu. Vielleicht bleibt es ja nicht unsere einzige Begegnung mit ihnen!
Nun will ich diesen Post, nachdem er durch mein Versehen schon Fragen aufgeworfen hat, doch endlich veröffentlichen!


Samstag, 12. Juli 2008

Midsommarsolen - Mittsommersonne

Das erste was wir sehr deutlich vermisst haben bei unserer Rückkehr waren die hellen Mittsommernächte. Dieses Licht ist einmalig schön und hat sooo viele verschiedene Facetten, mal ist es golden, mal ganz blaß, dann schimmert es wieder von blau bis violett. Man muss es sich einfach im Herzen bewahren für die "dunkle" Zeit hierzulande.
Wir sind ja mitten in der Nacht hier gelandet und obendrein am Abend des EM-Finales. Das war ein extremer Kontrast zu den beiden Wochen davor. Man kann sich so schnell an das "langsamere Ticken der Uhr" und die Beschaulichkeit (eines Urlaubs) in der schwedischen Einsamkeit gewöhnen.


Wollgras-Wiesen im Wind




Mitten im Meer von Steinen - ein Herz


Unendliche Vielfalt "magischen" Lichts mitten in der Nacht























Abschiedsabend

Mittsommer-Sonne überm Siljan-See


Hej do Sverige - vi kommer snart igen
Tschüß Schweden - wir kommen bald wieder

In den Bergen - im Fjäll

Ganz neue Erfahrungen für mich - Bergwandern. Es waren Momente, die ich nie vergessen werde. Mal "die Welt" von oben zu sehen - einzigartig!!!

Der Särvfjället

Hier und da ein Weg - ansonsten ist Pfad finden im wahren Sinn des Wortes angesagt.



Noch nie erlebt - Schnee im Juni


Dieses Schneefeld war bestimmt 2 - 3 m dick - da haben wir uns nicht raufgewagt.


Nur wenige Meter weiter dann diese zarten Blüten.


Wolken-Schatten-Spiele



Ich habs geschafft!!! Die Wolken und der eine oder andere Schauer waren unsere Begleiter auf all unseren Wegen.

von Berg zu Berg rund um "unseren" See




... und auf's Ännfjället
Auch hier waren die markierten Scooter-Wege (rote Holzkreuze) unsere Orientierungspunkte. Ansonsten ging es über "Stock und Stein"

Um so näher wir dem Ziel kamen, um so mehr verdunkelte sich der Himmel. Die Temperatur sank mindestens um 10° und eiskalter Regen ging nieder.

Der Hälagsfjället - südlichster Gletscher Schwedens - aus der Ferne.
Der Weg war leider einfach zu weit.

Ende Teil 2
Bis gleich zum Mittsommerabend am See