Montag, 2. Februar 2009

Auf alten Wegen zum neuen Garten

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Bei grauem Himmel, schneidendem Ostwind und Schneefall machen wir uns am gestrigen Sonntag nach dem Frühstück auf den Weg zu unserem neuen Garten. Die Fahrt geht zunächst quer durch ganz Berlin und dann immer weiter Richtung Norden auf der B96. Das Auto ist mit den hier nicht mehr benötigten Gartenmöbeln beladen, die leise vor sich hin klappern. In Fürstenberg an der Havel biegen wir Richtung Lychen ab und erreichen hier die Uckermark. Das kleine Städtchen Lychen mit noch teilweise erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer hat ca 3200 Einwohner und liegt malerisch zwischen 7 Seen. Die Stadt wurde 1248 von Markgraf Johann gegründet und hat eine lange und interessante Geschichte. Mehr Interessantes gibt es hier oder da
Wir fahren durch das Städtchen, das sich uns heute still und grau zeigt, hindurch und verlassen es in nördlicher Richtung. Die Straße ist hier nur noch ein uraltes schmales Kopfsteinpflaster, auf dem wohl im Mittelalter schon die Kaufmanns-Karren verkehrten. Wenn einem dann doch mal ein anderes Auto entgegenkommen sollte, muß man sehen, dass man irgendwie aneinander vorbeikommt. Wir waren an diesem Sonntag aber das einzige Fahrzeug weit und breit, das hier zwischen den weiten Feldern, die immer wieder von Bauminseln und kleinen Tümpeln unterbrochen werden, unterwegs war. Ein kleiner Eindruck von der idyllischen alten Straße:



Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel, das kleine Dörfchen Rutenberg. Am Dorfeingang begrüßt uns als erstes der für sein klares und sauberes Wasser bekannte Kronsee. Jetzt ist er aber von einer dicken Eisschicht bedeckt, es sieht aus, als hätte der Frost die Wellen des Sees mitten in der Bewegung erstarren lassen. Hier einige Eindrücke:



Nachdem wir den See begrüßt hatten ging es weiter ins Dörfchen hinein.


Hier haben Jochens Eltern 1990 einen ehemaligen alten Bauernhof gekauft. Der Hof besteht aus dem Wohnhaus und einem lang gezogenem Stallgebäude. Das Wohnhaus wurde damals renoviert, der Stall bekam nur zum Teil ein neues Dach. Heute leben hier noch seine Mutter (fast 80 Jahre alt) und sein mittlerer Bruder. Das Grundstück befindet sich in einem Dornröschenschlaf. Sein Bruder, Forstwirt, arbeitet im Wald, hält sich ein Pferd und einen Hund und träumt ansonsten vom Auswandern nach Kanada. Interesse an Haus und Hof ist nicht so ganz sein Ding, auch ansonsten ist es mitunter schwierig mit ihm auszukommen. Die Mutter ist in ihrem Alter natürlich nicht mehr in der Lage, noch irgendetwas zu verändern. So liegt hier einiges im Argen.



Als es sich immer mehr abzeichnete, dass wir mit den Bedingungen unseres jetzigen Garten nicht mehr zufrieden sind, haben wir uns dann doch entschlossen, trotz eventueller Schwierigkeiten mit Jochens Bruder, alle Aktivitäten bezüglich Natur, Garten usw. nach Rutenberg zu verlagern. Zum einem reizt die Aufgabe, dieses wunderschöne Stückchen Erde wieder etwas herzurichten, zum anderen ist natürlich auch die Umgebung ungemein reizvoll. Gleich neben dem Grundstück steht unter großen alten Bäumen die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.



Die Grundstücke werden nur durch eine alte Feldsteinmauer getrennt.



Außerdem gibt es in der Umgebung unzählige einsame Seen, die zum Baden einladen, weite Wälder zum Wandern, Pilze und Beeren sammeln etc. Neuerdings führt durch den Ort auch der Uckermärkische Radrundweg, der gleichzeitig auch als Zubringer zum Fernradweg Berlin-Kopenhagen fungiert. Der Weg ist gut ausgebaut und fügt sich trotzdem harmonisch in die Landschaft ein.


Man kann auf diesem Radweg wunderbar ein paar Stunden, einen ganzen Tag oder Woche unterwegs sein. Es haben sich in den Dörfern an diesem Weg zunehmend auch Gasthäuser auf die Radler eingestellt. Rutenberg hat z.Bsp. den Dorfkrug Hier kann man preiswert einkehren und übernachten.
So könnte ich jetzt hier noch viel mehr aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Ihr seht also, es lohnt sich die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Denn das wird auch notwendig sein, wenn wir uns auf dem Dachboden des Hauses eine Bleibe einrichten wollen. Denn jetzt sieht es dort so aus:




So wird wohl unsere erste Aktion das Bestellen eines Sperrmülltransportes sein. Das Schwierige daran ist, das viele Sachen, die wir als Müll bezeichnen, für Jochens Bruder und seine Mutter noch furchtbar wertvoll sind oder aber es wieder werden könnten, sobald sie es hergeben sollen! Da müssen wir mit viel (Fingerspitzen-)Gefühl und ganz behutsam vorgehen. Ja, umsonst gibt es eben auch ein Paradies nicht!
Zum Schluß noch ein paar Bilder von der Umgebung von Rutenberg (bei eisigem Ostwind, gefühlten -20 Grad und grauen Schneewolken)






Und wen es interessiert, hier ist noch ein google-Link: Rutenberg

Fortsetzung folgt...

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Kommentare:

  1. Wunderschön...viel Kraft wünsch ich Euch, für dieses wunderbare
    Plätzchen...

    Lg,
    Helga

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  2. Das ist so traumhaft schön, also das muss eine ganz wunderschöne Erholung sein, wenn man dort seine freien Stunden verbringen darf. Ich wünsche euch viel Glück mit dem Bruder, viel Kraft für die Arbeit und gaaaaanz viel Freude und Erholung im nächsten Sommer!
    GLG
    Gisela

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  3. Oh je, Marlene, da habt Ihr Euch ja ´was vorgenommen. Das wird viel Arbeit werden und dann immer der weite Anfahrtsweg. Ich wünsche Euch, dass Ihr das, was Ihr Euch vorgenommen habt, auch schafft.
    LG Margrit

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  4. das wird ja spannend! Ihr habt da noch viel Arbeit vor euch...aber es könnte tatsächlich sich rauskristalisieren, dass ihr das alles erbt? Oh, und ein Pferd ist da! *stöhn* - das wäre ja was für mich....Aber echt ein schönes Stück Paradies...bin gespannt auf euren Garten...

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  5. Wunderschöne Bilder sind das.
    Eine wahre Erholungsoase muß dieser Ort sein.
    Eine Menge Arbeit steht Euch bevor, aber es lohnt sich sicher.

    Liebe Grüße
    Gela

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  6. Zwei Stunden Fahrt bis zum Garten? Das ist allerdings schon sehr weit! Aber ihr seht es ja wohl mehr als Ruhepool für die Wochenenden an, auch wenn von der Ruhe in den nächsten Wochen und Monaten nicht viel zu spüren sein wird! Ich drück euch aber beide Daumen dass ist bei der Umgestaltung ein glückliches Händchen habt und freu mich jetzt schon auf das Ergebnis

    LG Lis

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  7. Hallo Marlene,
    hatte ich's nicht vermutet, dass, wenn sich eine Tür schließt, eine andere öffnet. Ein kleines Paradies habt ihr da gefunden, auch wenn es jetzt noch unter einer Schneedecke vor sich hin schlummert!
    LG, Martina

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  8. Wow, das ist ja idyllisch. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und Erfolg bei Eurem Weg, ein neues Paradies für Euch zu schaffen.
    Liebe Grüße.

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  9. booahh, das ist traumhaft.
    und da wir auch in einem uralten haus leben und dach und scheune ausbauen wollen, wissen wir, dass es nur ab und zu weitergeht, denn man braucht nicht unerhebliche geldstückchen....
    ihr könnt euch sicher auch zeit lassen. so mancher würde gleich ein "bikers chalet" draus machen, gibt es hier im nachbarort. da führt auch ein bekannter weitwanderradweg vorbei.
    gruß von der wildgans

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  10. Da wünsche ich Euch viel Glück mit dem neuen Garten!
    Es sieht ja alles sehr idyllisch aus, aber erst auch einmal nach viel Arbeit.
    Hoffentlich wird Euch der Anfahrtsweg auf Dauer nicht zu weit, das wäre bei uns ein großes Problem!
    Liebe Grüße, Monika

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  11. ein traum und viel arbeit*lach*. aber die fahrt... hmmmmm wäre mir persönlich zu weit. aber wirklich toll.

    lg alexia

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  12. Mein Gott Marlene! Da habt Ihr Euch ja wirklich was vorgenommen. Aber sich in dieser wunderbaren Umgebung ein so schönes Ruheplätzchen zu schaffen das gibt Kraft. Ich hoffe nur, dass Ihr immer die Zeit findet, voran zu kommen. Die Fahrtzeit ist ja auch zu bedenken. Wir hatten dasselbe vor 20 Jahren in Schweden. Ein 100 Jahre altes Haus umgebaut und saniert, und das mit 10 Stunden Fahrtzeit. Also: Ärmel hoch gekrempelt und ran.

    Liebe Grüße, Birgit

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  13. Liebe Marlene, was jetzt schon so idyllisch aussieht, da lohnt sich Anfahrt und Arbeit gewiss. Gratulation, das wird sicher ne feine Sache, wenns ohne Druck geht, warum nicht. Wenns mal fertig ist, will jeder dahin, die Gegend ist ja herrlich.
    Lieber Gruß
    von Edith

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  14. Mit ganz wunderbaren Plänen habt ihr dieses neue Jahr begonnen, und euch ein traumhaftes Ziel gesetzt, liebe Marlene.
    Das nötige Fingerspitzengefühl für die Gesamtsituation wünsche ich euch, und die nötigen Muckis, um euch Drinnen, wie Draussen gemütlich einzurichten...
    ♥☼♥Barbara♥☼♥

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  15. Ein Traum - man kann schon ahnen, wie es mal werden kann. Und es muss ja nicht alles gleich superfertig sein.

    Ich wünsche Euch viele schöne Stunden

    Herzlichst

    Elke

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  16. Ich hoffe du wirst dann noch zum Bloggen kommen, nachdem ihr euch soviel Arbeit vorgenommen habt. Ich bin neugirig, wie die Wege im Sommer aussehen, wenn alles schoen gruen und bewachsen ist. Ich kann mir vorstellen, dass ihr nach getanener Arbeit dort wunderschoene Sommertage dort verbringen werdet.
    LG, Bek

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  17. eine zauberschöne Gegend...wie muß es erst aussehen wenn alles grünt und blüht...viel Kraft für euer Vorhaben aus einem kleinem Stückchen Land ein Paradies zu schaffen...
    herzlichst Steffi

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  18. liebe marlene,

    p= puste
    a= ausdauer
    r= ruhe bewahren
    a= ausgleich finden
    d= durchstarten
    i= ideen umsetzen
    e= erholung pur
    s= sonnenschein

    das wünsche ich euch für euer neues paradies. ich weiß, es wird herrlich werden!

    ihr habt wirklich einen traumhaftes fleckchen erde gefunden, daß allein ist mehr wert, als aller Ärger.
    ggglg
    karin

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  19. ...Erstaunen,dass so nahe an Berlin ,so viel ländliche Idylle ist!Tolles Fleckchen Erde-sieht sogar im Winter sehr schön aus...also warum in die Ferne schweifen....!?! Wünsche Euch viel Freude! Doro

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  20. Liebe Marlene,

    danke für die lieben Geburtstagsgrüße, davon kann man nie genug bekommen :-) und deshalb schicke ich jetzt liebe
    Schwedengrüße zu dir.
    Hier ist auc Winter und es schneit.

    *R*

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