Sonntag, 22. Februar 2009

Ein neuer Versuch

Nach dem üblichen beruflichen "5-Tagen-Rennen" packt mich gern die große Lust zum "Werkeln". Und so hab ich mich mal wieder in mein Kämmerchen zurückgezogen und nach dem erneuten Versuch der freundschaftlichen Annäherung an mein Nähmaschinchen gibt es einige, noch ziemlich "rustikale", Ergebnisse. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber... seht selbst:

Version 1: Lindgrün trifft Dunkelrot - das obere Herz ist mit kleinen Schmucksteinchen (Granat) eingerahmt


Version 2: Rote Blüten auf blauer Wiese (das karierte Band war mal eine Knopf-loch-Leiste an einer Bluse)


Version 3: Blumenwiese auf Orange


Also falls jemand (trotz Unzulänglichkeiten) Lust auf ein AMC-Kärtchen-Tausch hat... Es würde mich freuen.

Übrigens, nachdem es in der Nacht wieder geschneit hat, regnet es nun schon seit Stunden. Um so gemütlicher ist es, den Sonntagnachmittag mit einem Schmöker auf der Couch zu genießen. Draußen verpasst man nichts.

Ich wünsche Euch allen einen ebenso kuscheligen Sonntag und einen angenehmen Wochenauftakt!

Dienstag, 17. Februar 2009

Ein Traum von einem Wintermorgen

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Eigentlich ist 5.45 Uhr überhaupt nicht meine Zeit. Hin und wieder wird man allerdings von der Natur dafür entschädigt, dass man das eigene Nest schon soooo früh am Tag verlassen muss. Genau so einen Morgen hab ich heute erleben dürfen. Dieser traumhaft schöne Schnee, diese Stille, das Glitzern der Kristalle, das Knirschen und Aufstieben bei jedem Schritt - ich war augenblicklich versöhnt mit der viel zu frühen Stunde. Ich musste einfach einen Moment innehalten und all die (fast) unberührte Pracht genießen. Während der Busfahrt ist leider nichts von diesem Zauber zu spüren und wenn ich in der Werkstatt ankomme, bleibt gerade morgens kaum Muße für einen Blick aus dem Fenster.
Um so schöner war Jochens Überraschung, als ich heim kam. Er konnte der weißen Pracht auch nicht widerstehen und hat zum Sonnenaufgang unseren "Hausberg" erklommen. Die schönsten Momente und "Aussichten" der Schnee-Wunder-Welt hat er im Bild festgehalten...

Ein Logen-Platz für das bevorstehende Schauspiel...


jeder Zweig hat heute ein weißes Mäntelchen geschenkt bekommen...




Blicke auf das erwachende Berlin...



Schnee + Sonnenschein = Winterfreude

Samstag, 14. Februar 2009

Der Valentinstag...

... hat für mich eigentlich keine Bedeutung - ich muss einen solchen Anlass nicht haben, um lieben Menschen eine Freude zu machen. Aber in diesem Jahr ist es etwas anders. Denn ich bin der Einladung von Heidi gefolgt und hab mich mit Freude am Valentins-Wichteln beteiligt.
Da die meisten Päckel schon Tage vorher bei ihren Empfängerinnen ankamen, war es doch eine (schwere) Prüfung für uns, die Neugier im Zaum zu halten. Und heute ist es soweit...

Welch eine Überraschung... im Briefkasten lag heute morgen noch ein weiterer Umschlag für mich.

Vor dem Frühstück...

... und danach

... die Überraschungen:
ein tolles buntes Stöffchen, ein lustiges (Magnet-)Fröschlein, ein herrlich duftendes Lavendelherz und eine edle, handgesiedete Seife sowie den handlichsten, persönlichsten, selbstgemachten Geburtstagskalender den ich je hatte











und diesen traumhaft schönen gefilzten Schlüsselanhänger in Form eines Rosenherzes mit kleinem Schutzengel.


Ich freu mich riesig, liebe Iris und sage auch von hier aus tausend Dank für diese schönen Valentins-Gaben.

Ich selbst durfte für Dagmar wichteln und das hat mir großen Spaß gemacht. Und ich freu mich sehr, dass ich ihr eine Freude machen konnte. Wichteln ist echt 'ne schöne Sache!!!

Und ich wünsche allen ein wunderschönes, vielerorts schneeweißes, Wochenende inclusive Valentinstag!!!

Montag, 2. Februar 2009

Auf alten Wegen zum neuen Garten

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Bei grauem Himmel, schneidendem Ostwind und Schneefall machen wir uns am gestrigen Sonntag nach dem Frühstück auf den Weg zu unserem neuen Garten. Die Fahrt geht zunächst quer durch ganz Berlin und dann immer weiter Richtung Norden auf der B96. Das Auto ist mit den hier nicht mehr benötigten Gartenmöbeln beladen, die leise vor sich hin klappern. In Fürstenberg an der Havel biegen wir Richtung Lychen ab und erreichen hier die Uckermark. Das kleine Städtchen Lychen mit noch teilweise erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer hat ca 3200 Einwohner und liegt malerisch zwischen 7 Seen. Die Stadt wurde 1248 von Markgraf Johann gegründet und hat eine lange und interessante Geschichte. Mehr Interessantes gibt es hier oder da
Wir fahren durch das Städtchen, das sich uns heute still und grau zeigt, hindurch und verlassen es in nördlicher Richtung. Die Straße ist hier nur noch ein uraltes schmales Kopfsteinpflaster, auf dem wohl im Mittelalter schon die Kaufmanns-Karren verkehrten. Wenn einem dann doch mal ein anderes Auto entgegenkommen sollte, muß man sehen, dass man irgendwie aneinander vorbeikommt. Wir waren an diesem Sonntag aber das einzige Fahrzeug weit und breit, das hier zwischen den weiten Feldern, die immer wieder von Bauminseln und kleinen Tümpeln unterbrochen werden, unterwegs war. Ein kleiner Eindruck von der idyllischen alten Straße:



Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel, das kleine Dörfchen Rutenberg. Am Dorfeingang begrüßt uns als erstes der für sein klares und sauberes Wasser bekannte Kronsee. Jetzt ist er aber von einer dicken Eisschicht bedeckt, es sieht aus, als hätte der Frost die Wellen des Sees mitten in der Bewegung erstarren lassen. Hier einige Eindrücke:



Nachdem wir den See begrüßt hatten ging es weiter ins Dörfchen hinein.


Hier haben Jochens Eltern 1990 einen ehemaligen alten Bauernhof gekauft. Der Hof besteht aus dem Wohnhaus und einem lang gezogenem Stallgebäude. Das Wohnhaus wurde damals renoviert, der Stall bekam nur zum Teil ein neues Dach. Heute leben hier noch seine Mutter (fast 80 Jahre alt) und sein mittlerer Bruder. Das Grundstück befindet sich in einem Dornröschenschlaf. Sein Bruder, Forstwirt, arbeitet im Wald, hält sich ein Pferd und einen Hund und träumt ansonsten vom Auswandern nach Kanada. Interesse an Haus und Hof ist nicht so ganz sein Ding, auch ansonsten ist es mitunter schwierig mit ihm auszukommen. Die Mutter ist in ihrem Alter natürlich nicht mehr in der Lage, noch irgendetwas zu verändern. So liegt hier einiges im Argen.



Als es sich immer mehr abzeichnete, dass wir mit den Bedingungen unseres jetzigen Garten nicht mehr zufrieden sind, haben wir uns dann doch entschlossen, trotz eventueller Schwierigkeiten mit Jochens Bruder, alle Aktivitäten bezüglich Natur, Garten usw. nach Rutenberg zu verlagern. Zum einem reizt die Aufgabe, dieses wunderschöne Stückchen Erde wieder etwas herzurichten, zum anderen ist natürlich auch die Umgebung ungemein reizvoll. Gleich neben dem Grundstück steht unter großen alten Bäumen die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.



Die Grundstücke werden nur durch eine alte Feldsteinmauer getrennt.



Außerdem gibt es in der Umgebung unzählige einsame Seen, die zum Baden einladen, weite Wälder zum Wandern, Pilze und Beeren sammeln etc. Neuerdings führt durch den Ort auch der Uckermärkische Radrundweg, der gleichzeitig auch als Zubringer zum Fernradweg Berlin-Kopenhagen fungiert. Der Weg ist gut ausgebaut und fügt sich trotzdem harmonisch in die Landschaft ein.


Man kann auf diesem Radweg wunderbar ein paar Stunden, einen ganzen Tag oder Woche unterwegs sein. Es haben sich in den Dörfern an diesem Weg zunehmend auch Gasthäuser auf die Radler eingestellt. Rutenberg hat z.Bsp. den Dorfkrug Hier kann man preiswert einkehren und übernachten.
So könnte ich jetzt hier noch viel mehr aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Ihr seht also, es lohnt sich die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Denn das wird auch notwendig sein, wenn wir uns auf dem Dachboden des Hauses eine Bleibe einrichten wollen. Denn jetzt sieht es dort so aus:




So wird wohl unsere erste Aktion das Bestellen eines Sperrmülltransportes sein. Das Schwierige daran ist, das viele Sachen, die wir als Müll bezeichnen, für Jochens Bruder und seine Mutter noch furchtbar wertvoll sind oder aber es wieder werden könnten, sobald sie es hergeben sollen! Da müssen wir mit viel (Fingerspitzen-)Gefühl und ganz behutsam vorgehen. Ja, umsonst gibt es eben auch ein Paradies nicht!
Zum Schluß noch ein paar Bilder von der Umgebung von Rutenberg (bei eisigem Ostwind, gefühlten -20 Grad und grauen Schneewolken)






Und wen es interessiert, hier ist noch ein google-Link: Rutenberg

Fortsetzung folgt...

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