Montag, 27. Dezember 2010

Dieses Weihnachtsfest...

… war bei uns ganz besinnlich, kerzenhell, schneeweiß, genießerisch und rundum sehr entspannt.
So haben wir am 1. Feiertag auch erst recht spät am Vormittag bemerkt, dass aufgrund eines Rohrbruchs in der Nachbarschaft das Wasser abgestellt worden war. Doch dank frischem Schnee und Mineralwasser ist der Entenbraten mit allem Drum und Dran trotzdem gut gelungen.

Natürlich waren wir mit unseren Gedanken sehr häufig weit weg bei Florian, der gerade dieser Tage hier sein wollte, als erste Etappe seiner Entdeckungsreise. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wieder von ihm und seinen „Abenteuern“ zu hören.

Gestern hatten meine Eltern alle Kinder, Enkel und Urenkel zu sich ins Seniorenstift zum Kaffeestündchen eingeladen. Nicht alle (Ur-Enkel) konnten dabei sein, aber dafür haben wir die Freundin meines Neffen Oliver kennenlernen dürfen. Und weil's so schön war, soll dieses Treffen am 2. Weihnachtsfeiertag nun zur Familien-Tradition werden.

Schön ist aber auch, dass ich in diesem Jahr gar nicht mehr arbeiten gehen muss. So bleibt Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und den einen oder anderen Plan für's neue Jahr zu schmieden...

...oder einfach nur den Moment zu genießen und den Schneeflocken beim Tanzen zu zuschauen und sich zu freuen, dass man sich ausnahmsweise mal nicht in den chaotischen Berliner Nahverkehr begeben muss...


… oder zu entdecken, dass der Fischreiher an den Feiertagen offensichtlich umgezogen ist, weil er vielleicht Abwechslung brauchte oder hoffte, dass es sich auf einem anderen Schornstein besser wärmen lässt oder er die Welt einfach mal wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachten wollte...
… oder mit viel Muße auf der Couch zu liegen, zu lesen und zu schmökern...


Über all dem „süßen Nichtstun“ möchte ich aber nicht vergessen, auch Euch eine schöne, angenehme, stressarme letzte Woche im alten Jahr zu wünschen.

Seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Freitag, 24. Dezember 2010


Ich wünsche Euch allen
ein gesegnetes, wundervolles, fröhliches und auch besinnliches Weihnachtsfest!
Mögen all diejenigen, die sich auf die Reise gemacht haben, um mit Familie oder Freunden zu feiern, ihr Ziel wohlbehalten erreicht haben.

 

Habt "lieben DANK" für die schöne Post, die mich in den letzten Tagen von nah und fern erreicht und mir sehr viel Freude gemacht hat. 

Herzlichste Grüße von Marlene

Samstag, 18. Dezember 2010

Es ist geschafft und einen Baum haben wir auch

… gestern hab ich mein Arbeitsjahr beendet, die fiese Erkältung ist auch fast überstanden und so kann jetzt ganz allmählich die Entspannung und die Weihnachtsfreude einsetzen. Auch aus Buenos Aires von Florian kamen gute Nachrichten - beide Prüfungen, sowohl im Sprachkurs als auch im Studium sind mit Erfolg bestanden. Heute abend fährt er mit seiner Freundin Lina für einige Tage nach Uruguay ans Meer mit Zwischenstop in Montevideo. Wobei uns natürlich gleich der Filmklassiker „Das Haus in Montevideo“ mit Heinz Rühmann einfiel. Anschließend startet die lange Tour mit Alexis durch verschiedene Länder Südamerikas – erst Mitte Februar wollen sie zurück in B.A. sein. Wir haben uns heute mittag bereits via S*kype verabschiedet. Möge es nach dem Hindernislauf der letzten Monate eine ganz entspannte, unterhaltsame Reisezeit für „die Jungs“ werden!!!
Wir beiden hier im heimischen Berlin haben uns heute schon recht früh (entgegen unserer üblichen Samstags-Gewohnheiten) auf den Weg in die Revierförsterei Königs Wusterhausen gemacht, um unser Weihnachtsbäumchen auszusuchen. Die Fahrt durch die bizarre morgendliche Winterlandschaft war wunderschön – wir haben uns einige Schnappschüsse von unterwegs mitgebracht...



Und durch so tiefen Schnee bin ich schon ewig nicht mehr gestapft. Natürlich hatte auch die Bäume dicke weiße Mützen bzw. Mäntel angelegt. Und so offenbarte sich ihre Schönheit und Eignung als Lichterbäumchen nicht auf den ersten Blick. Sie wollten erst sanft geschüttelt werden. Ungefähr eine Stunde waren wir kreuz und quer durch die Schonung unterwegs...

...auf der Suche...

 ...gefunden!!!


… bis wir uns für ein Bäumchen entschieden hatten. Ich glaub, dass ging für unsere Verhältnisse recht schnell. Jochen hat inzwischen zwar ein geübtes Auge für die richtigen Bäumchen, die möglichst viele „richtige“ Kerzen tragen können, aber gerade das macht die Suche eben auch nicht einfacher. Doch immer wieder ist es gelungen – so wie in diesem Jahr!

 Heimfahrt bei herrlichstem Schnee-Sonnen-Wetter

Hinterher gleich noch die letzten wichtigen Einkäufe für den kulinarischen Teil der Weihnachtstage und dann aufwärmen mit dem leckeren (gestern vorbereiteten) Gulasch mit Kartoffeln und Rotkohl – mmmmhhhh!

Nun wünsche ich Euch allen einen schönen 4. Advent und möglichst stressarme vorweihnachtliche Tage – seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Montag, 6. Dezember 2010

Advent, Advent...

...ein, ach nein, zwei Lichtlein brennen ja schon. Ich hoffe, Ihr hattet einen fleißigen Nikolaus, der Eure Mühe mit dem Schuhe putzen belohnt hat.
Bei mir ging es in den ersten Adventswochen noch recht hektisch zu, aber jetzt darf es mit jedem Tag besinnlicher werden.
Die Betriebsprüfung der Rentenversicherung in der Werkstatt hab ich ganz gut überstanden. Abgesehen davon, dass es das erste Mal für mich war, fand ich die (hyperaktive) Prüferin ziemlich gewöhnungsbedürftig. Aber es ist, wie gesagt. geschafft und keine weiteren Gedanken wert – erst in 4 Jahren wieder.
Auch in Sachen „kreativem Werkeln“ war ich nicht untätig. Nur kann ich aus verständlichen Gründen nicht wirklich viel zeigen. Abgesehen von einem kleinen Ausschnitt meiner Karten-Produktion, die nun in den nächsten Tagen auf die Reise zu lieben Menschen in Nah und Fern gehen werden.


Außerdem hatte ich überraschend die Möglichkeit, Kleinigkeiten wie die Puschen (aus dem letzten Post) und ein Exemplar meines gestrickten Söckchen-Mützchen-Adventskalenders auf unserem werkstatteigenen Adventsmarkt anzubieten. Wobei der Kalender eher als Deko den Stand schmückte und die Kunden zu einer Bestellung für 2011 anregen sollte – 5x hats immerhin geklappt. Und der „Prototyp“ war ohnehin bereits vergeben. Mich freut es sehr und macht mir Lust, mir fürs nächste Jahr noch mehr einfallen zu lassen. Na mal sehen...
Noch bin ich allerdings gedank- und handarbeitlich mit den Vorbereitungen für dieses Weihnachtsfest beschäftigt und auch das macht große Freude!!!
Und natürlich gehen unsere Gedanken auch sehr häufig über den großen Teich nach Buenos Aires zu Florian, der sich gerade fern von Schnee und Eis bei heißen 30°C auf die bevorstehenden Semester-Abschluss-Prüfungen vorbereiten „darf“. Und noch vor Weihnachten will er gemeinsam mit einem Freund aus Frankreich durch weitere Länder Südamerikas reisen, Chile, Brasilien, Bolivien und Peru stehen auf dem Programm. Wir beiden „Alten“ werden immer wieder blass vor Erstaunen und Bewunderung angesichts dieser Abenteuerlust. Möge alles ohne Zwischenfälle verlaufen.

Nun wünsche ich Euch eine besinnliche und kerzenhelle Adventszeit – herzlichst grüßt Marlene

Sonntag, 14. November 2010

Filz und Ganoven...

..wenn auch in anderer Reihenfolge, so trifft es doch, was ich in dieser Woche erlebt hab. Nachdem ich mich über mehrere Tage mit der Buchhaltung ziemlich herumgeplagt hatte, war am Donnerstag nachmittag alles wieder im Lot. Auch der Freitag begann entsprechend ausgeglichen bis... ja bis ich gegen 14 Uhr feststellen musste, dass mir jemand aus meinem Schrank (aus der Handtasche) das Portemonnaie "entwendet" hat. Das war der Moment mit dem Looping. Ich war, um es mal salopp auszudrücken, total von der Rolle. Mein Chef und ich haben noch sämtliche Papierkörbe im Haus durchsucht - nichts. Als nächstes die EC-Karte sperren lassen und die Feststellung, dass ich ohne Karte und Ausweis nicht mal an Bargeld komme. Aber das Allerärgerlichste an der Sache ist eigentlich, dass der neue Ausweis vom September futsch ist. Noch hoffe ich auf die Courage eines reuigen Sünderleins. Ansonsten werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und mir so ein blödes biometrisches Teil zu besorgen.
Auf dem Heimweg hab ich schließlich Zwischenstation auf dem Polizei-Revier gemacht, zu dem mich mein Chef freundlicherweise noch gefahren hat, obwohl es für ihn ein großer Umweg im Freitags-Feierabend-Stop-and-go-Verkehr war. Das fand ich supernett!!!
Auf diese "unschöne" Erfahrung hätte ich wirklich liebend gern verzichtet.
Trotz allem wollte ich mir das Wochenende nicht total vermiesen lassen und endlich diese Buntstift-dicken Stricknadeln ausprobieren. Es ging ruck-zuck und schon waren diese superweichen Puschen entstanden.


Jetzt schlummern sie (gut ausgestopft) auf dem warmen Heizkörper und mal sehen, wessen Füße sie letztendlich wärmen werden? Das steht noch nicht fest. Was aber auf jeden Fall feststeht ist, dass es nicht die letzten Puschen sein werden. Die erste Anmeldung liegt bereits vor.

Und nun wünsche ich Euch allen eine Woche - frei von unangenehmen Turbulenzen und Loopings, dafür mit vielen Freuden, positiven Herausforderungen und Begegnungen. Lasst es Euch gut gehen!!!

Herzlichst, Marlene

Sonntag, 7. November 2010

Ich möchte...

...Euch unbedingt ganz lieben Dank sagen. Obwohl ich mich ja leider schon seit Längerem nicht gerade sehr rege an der Blog-Unterhaltung beteilige(n kann), habt Ihr so herzliche Worte gefunden und gute Wünsche formuliert, um mir zu zeigen, dass ich dennoch vermisst werden würde, wenn ich das Bloggen ganz und gar aufgeben würde. Oh weh, welch ein Satz... (Jochen wird seine Freude haben, wenn er ihn liest. Er liebt Schachtelsätze.) Jetzt heißt es nur noch, den arbeitsreichen November mit all seinen „Tücken“ zu überstehen und dann hab ich hoffentlich wieder mehr Luft . Doch ich bin nach Eurem Zuspruch, einem sehr entspannten, energie-spendenden Wochenende und den positiven Nachrichten von Flori ganz zuversichtlich.
Ach ja, inzwischen ist „unser„ Flori bereits seit 3 Monaten im fernen Argentinien, Und nach all den Problemen zu Beginn, angefangen von Sprach-Problemen, unerwartetem Klinikaufenthalt, geklautem Handy, wochenlangem Uni-Streik... hören sich die Nachrichten jetzt doch sehr positiv an. Gesundheitlich ist er zum Glück wieder fit, mit der Sprache kommt er immer besser klar, an der Uni läufts auch ganz gut – am Freitag hatte er seine erste Projekt-Präsentation und die ersten schriftlichen Arbeiten liegen auch erfolgreich hinter ihm. Er wohnt als Untermieter bei einer alten Dame, die sich liebend gern als seine Hilfs-Sprach-Lehrerin betätigt, was ihm nicht immer so recht ist. Im großen und ganzen arrangieren sich die beiden und meistern so manche skurrile Situation.
Noch nie war er ein Stubenhocker, um so mehr ist er natürlich auch dort, neben Sprachkurs und Uni, sehr viel unterwegs. Er erkundet diese spannende Stadt sehr gern zu Fuß und geht auch regelmäßig joggen. Wenn er schnell von A nach B muss, nutzt er vorwiegend die U-Bahn. Die Busse sind ständig überfüllt und für seine Körperlänge einfach nicht gemacht. Aber all das kann er ja selbst viel besser erzählen – also wer Lust hat, mitzulesen, findet seinen Blog hier. Hin und wieder melden sich dort auch 3 weitere Student(inn)en zu Wort, die gleichzeitig mit ihm von Weimar in die Welt hinausgezogen sind.
Nun wünsche ich uns allen eine angenehme Woche, mit recht vielen Lichtblicken zwischen Arbeitsstress und Novembernebel – passt gut auf Euch auf.

Herzlichste Grüße von Marlene

Sonntag, 31. Oktober 2010

Ziemlich still...

...ist es hier geworden in den letzten Wochen und selbst nach Kommentieren stand mir leider nicht der Sinn. Es gab beruflich viel zu tun und darüber hinaus gingen mir tausend Dinge durch den Kopf. Dennoch fehlten mir Themen, über die ich hier hätte schreiben können. Wenn ich ganz ehrlich bin, gabs auch den einen oder anderen Moment, in dem ich drauf und dran war, das bloggen ganz und gar aufzugeben. Inzwischen spüre ich aber, dass mir der Austausch doch irgendwie fehlt. Und so melde ich mich an einem gemütlichen Abend nach einem ganz entspannten goldenen Sonn(en)tag zurück. Die geschenkte Stunde passte perfekt zu diesem Tag. D.h. wirklich „geschenkt“ wurde sie ja nicht – aber wenn sie einem so gut tut, kann man sie durchaus auch als Geschenk empfinden, denke ich.
In beruflicher Hinsicht wird’s auch der November in sich haben, weil eine Betriebsprüfung ins Haus steht. Aber ich hoffe sehr, dass nicht zu viele Überstunden notwendig sind und noch genug Luft für angenehmere Dinge übrigbleibt, wie z.B. hier bei Euch zu sein. In diesem Sinne sage ich für heute zunächst mal „Tschüß“ und wünsche Euch eine tolle, ganz und gar nicht novembertrübe Woche


Sonntag, 26. September 2010

Drei Tage Sommer...

...haben wir noch einmal intensiv genossen, bevor der Herbst mit Dauerregen eingekehrt ist.


Es zieht uns immer wieder in die Uckermark mit ihrer schönen Natur oder besser gesagt natürlichen Schönheit, die uns alles bietet, was wir hier in der Stadt vermissen. Eine Stille, die man nicht wirklich beschreiben kann – es ist längst nicht ohne Geräusche dort, aber die Dinge, die man hört bilden auf ganz besondere Weise eine einzigartige Komposition... das Rauschen der Blätter im Wind, das Summen von Insekten, der Flügelschlag von Greifvögeln, das Klopfen eines Spechts, hier und da das Krähen eines Hahns, das Muhen einer Kuh, das Wiehern eines Pferdes und nicht zuletzt die Abwesenheit fortwährender Motorengeräusche ... Ebenso herrlich ist auch die Luft, glücklicherweise noch „richtige“ Landluft, ganz im positiven Sinne gemeint. Vielleicht liegt es auch an den idyllischen Kindheitserinnerungen, die in solchen Momenten bei uns wieder lebendig werden? Denn eigentlich sind wir beide, wie wir immer wieder feststellen, richtige „Landeier“.


Wobei meine Eltern eigentlich vom Herzen her Städter, genauer gesagt Berliner und nur von Berufswegen zwischendurch auf dem Land gelandet sind – aber zum Glück für mich damals. Jochen dagegen ist diese Liebe zum Land in die Wiege gelegt worden. Denn sein Vater hat als Landschaftsmaler die Natur besonders geliebt und sich für alles interessiert, was damit im Zusammenhang steht. Und hat sein Wissen natürlich auch gern an seine Söhne weiterge-geben. So staune ich immer wieder, wie viele Pilze Jochen kennt. In diesem Jahr kann man ja wirklich nicht sagen, man geht Pilze „suchen“, sondern vielmehr ist es „pflücken“. Denn sie wachsen sehr reichlich. Allerdings muss ich gestehen, dass mein Wissen bei essbaren Pilzen über Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze nicht hinausgeht. Dabei gibt es ja noch Butterpilze, Grünlinge, Ziegenlippen, Rotkappen... die ich ganz sicher nicht mitgenommen hätte. Außer- dem liebt Jochen auch die Schirm-(oder Parasol)pilze und Blutreizker, die man zubereitet wie Schnitzel. Also in diesem Jahr ist der Waldboden wirklich reichlich gedeckt mit den schönsten Pilzen, egal ob essbar oder (für uns) nur als Fotomodell geeignete Exemplare wie der Fliegenpilz. Wir haben uns einen kleinen Vorrat mitgebracht. Aber es ist ganz sicher noch immer viiiel zu finden.


Von „unserem“ See haben wir uns für dieses Jahr verabschiedet – die Gelegenheit, in seinem schon ziiiemlich kalten Wasser (vielleicht 12°?), noch einmal zu schwimmen, konnten wir uns nicht entgehen lassen. Hochsommer-Badefreuden sind zugegebenermaßen anders, aber dennoch war es ein besonderes Vergnügen. Jetzt ist die Saison für uns beendet, denn nach Eisbaden steht mir dann doch nicht der Sinn – da warte ich lieber geduldig auf den nächsten Sommer.

Und jetzt kann ich noch eine Woche den Müßiggang = Urlaub genießen. Vor allem ist es ja immer wieder sehr wohltuend, wenn man nicht in aller Frühe von einem schrillen Geräusch aus den schönsten Träumen gerissen wird. Es sei denn, der Postbote klingelt... um mir z. B. meinen tollen Gewinn von der netten Landfrau zu bringen, auf den ich mich sehr freue!!!


Alles andere wird sich dann auch ergeben.
Nur eines darf ich natürlich nicht vergessen, den 93. Geburtstag meines Vaters. Sein Geschenk – eine Schreibmaschine – haben wir ihm schon vergangene Woche gebracht, nach- dem sein „gutes Stück“ nach 60 Jahren endgültig seinen Geist aufgegeben hat. Aber ganz ohne geht es für ihn eben auch nicht.

Nun wünsche ich Euch allen einen gemütlichen Sonntagabend – möglicherweise vor'm Kamin – und eine angenehme und nicht zu verregnete neue Woche!!!

Herzlichst, Marlene

Sonntag, 12. September 2010

Ready for take off...

... wie im letzten Post, der inzwischen bereits mehr als einen Monat zurück liegt, sind wir heute wieder an einem Flughafen gelandet. Allerdings diesmal ganz ohne Abschied-nehmen-müssen. Wir sparen uns sogar den Flug und kommen dennoch an - im Urlaub nämlich!!!!

Solange hab ich dieser verlockenden Auszeit entgegengefiebert. In der Werkstatt gab's extrem viel zu tun und vor allem Floris erste Wochen in Argentinien waren nicht so ohne. Angefangen von den Sprachproblemen und organisatorischen Hürden an der Uni und mit dem Visum bis hin zu einem unvorhersehbaren Klinikaufenthalt, bei dem drohendes Nierenversagen und eine vergrößerte Leber diagnostiziert wurden. Ich geb's zu, ich hab mir extrem viele Sorgen gemacht, aber er wollte sich unbedingt "durchboxen". Inzwischen wohnt er nicht mehr im Hostel (in dem er sehr nette Leute kennengelernt hat), sondern in einer etwas skurrilen "WG" mit einer alten Dame und ihrer süßen Katze. Sprach- und studientechnisch wird er sehr gefordert. Aber ein bißchen Zeit bleibt immer auch, um die Stadt (meist zu Fuß) zu erkunden und für den Tango (noch als Zuschauer). Durch die verordnete Diät hat er zwar ziemlich an Gewicht verloren, aber das holt er hoffentlich recht bald wieder auf. Wir sind ein wenig ruhiger geworden und wünschen ihm sehr, dass dieses "Abenteuer" letztlich zu der positiven und wertvollen Erfahrung wird, die er sich davon erhofft hat.
Und nun "landen" wir also... auf dem (ehemaligen) Flugfeld Berlin-Tempelhof. Das Bilderbuch-Spätsommer-Wetter und die Neugier hat uns heute gelockt...

... es ist faszinierend, wie sich die Natur schon nach so kurzer Zeit das Land zurückerobert, sogar blühende Wiesen entstehen, wo vorher alles "kurz gehalten" wurde. Gleichzeitig sind die glatten Betonflächen beliebt bei Skatern, Radlern und den Mutigen mit dem Gleitschirm...


Ab morgen werden wir den Müßiggang richtig genießen - 3 verlockende Wochen lang kein Wecker-Rasseln!!! Hier und da werden wir auf Landpartie gehen, ansonsten sind wir völlig ohne Plan...


Nun wünsche ich Euch allen eine schöne Woche, die (trotz anders lautender Prognosen) möglichst viele sonnige Stunden bereithält.

Sonntag, 8. August 2010

Ich möchte...

... einfach DANKESCHÖN!!! sagen für Eure lieben, verständnisvollen, mutmachenden, positiven Zeilen. Es hat wirklich sehr, sehr gut getan. Inzwischen, denke ich, kann ich dieses "Abenteuer" auch als das sehen, was es ist - eine Riesenchance für Flori.
Am Freitagabend haben wir miteinander gechattet und so wissen wir, dass er (mit 3 Std. Verspätung) gut in Buenos Aires gelandet ist. Während des Fluges hat er einmal Kreislaufprobleme bekommen und die Spucktüte schon in der Hand gehabt. Aber die Benutzung ist ihm dann doch erspart geblieben.
Vorübergehend wohnt er in einem Hostel (im Tango-Viertel) und wird sich von dort aus nach einer dauerhaften "Bleibe" umschauen - einige Kontaktadressen hatte er ja im Gepäck. Die Stadt ist größer als alles, was er bisher erlebt hat. Er ist begeistert - es gibt u.a. "... gefühlte 2000 Buslinien und geschätzte 5 Mio. Taxis...", wobei Busfahr(t)en mit 0,30 € sensationell preiswert sind. Der erste Uni-Besuch stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. 
Nun sind wir natürlich sehr gespannt auf die nächsten Neuigkeiten - vielleicht schon heute abend?! Morgen beginnt dann der Studien-Betrieb... Es bleibt spannend!
Ich hab, nachdem die Hitzewelle beendet zu sein scheint, wieder die Handarbeits-Saison eröffnet. Erst einmal werden die Woll-Reste zu vielen Mini-Söckchen und -Mützchen verarbeitet und bilden dann einen Adventskalender. Klein-Paulchen, der Sohn meiner Kollegin wird sich ganz bestimmt darüber freuen.
Nach intensiven stundenlangen Recherchen im Internet haben wir es sogar noch geschafft ein Urlaubsquartier im Kaiserbad Ahlbeck für meinen Vater zu finden. Kein Problem wär's gewesen, wenn er hätte im September fahren wollen, aber noch im August?! Er hatte am Dienstag plötzlich den Wunsch geäußert. Schon als Kind war er dort regelmäßig in den Ferien mit der Familie seiner Tante. Das war in den 1920er Jahren - seine Eltern hätten sich das nicht leisten können. Und später hat er dann versucht, so oft es ging, mit uns Kindern auf die Insel Usedom zu fahren. Wir haben aber meist gezeltet. Mit nunmehr 92 Jahren ist er noch ebenso begeisterter Schwimmer und wollte gern mal wieder in sein geliebtes Ahlbeck. Am 23. August gehts los!!!

Nun wünsche ich Euch einen gemütlich-entspannten, unterhaltsam-geselligen Sonntag daheim oder unterwegs und eine angenehme Woche!!!


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HERZLICHE GRÜßE von MARLENE
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Donnerstag, 5. August 2010

Mit meinen Gedanken...

... war ich in den letzten Wochen ganz woanders als in meiner "kleinen Welt". Ich hab zwar hier und da mal geschaut (und kommentiert) bei Euch, aber eigentlich hat mich ein Thema ganz intensiv beschäftigt. Denn unser Sohn Florian hat ein Stipendium erhalten, um ein Jahr in Argentinien studieren zu können. Das ist natürlich ein ganz besonderes "Angebot", dass er nicht ablehnen konnte, auch wenn ihm so keine sommerliche Verschnaufpause bleibt. Denn am 30.07. hat er in Weimar die letzte Klausur des Semesters geschrieben und am kommenden Montag wird er schon in Buenos Aires im Hörsaal sitzen. Um so spannender war es, alle notwendigen Vorbereitungen so nebenbei auf die Reihe zu bekommen von der Reisepass-Beantragung über das Finden eines Zwischenmieters für seinen WG-Anteil bis hin zum Besorgen von internationaler Geburtsurkunde und Führungszeugnis. Zu allem Überfluss musste er sich in den letzten Wochen noch mit einer fiesen Augen-Infektion herumschlagen

Und heute morgen haben wir uns auf dem Flughafen Schönefeld von ihm verabschiedet.


Inzwischen wird er bereits in Barcelona angekommen sein, wo er bis zum seinem Weiterflug nach Argentinien 13 Std. Aufenthalt hat. Morgen vormittag ist er dann am Ziel und muss sich für seine Kurse an der Uni einschreiben und eine Unterkunft finden. Er hat auch einige Kontaktadressen in der Tasche, die ihm Freunde und Bekannte mitgegeben haben.

Bevor der Stress der Vorbereitungen in den Endspurt ging, haben wir nochmal ein beschauliches Familien-Wochenende mit einem erfrischenden Bad in "unserem" See,

einem Spaziergang

 inclusive toller Entdeckungen auf dem Waldboden...


... bzw. auf dem Kirchturm
 

und ein beschaulichen Stunde am Ufer der Dahme in Prieros


Für den heutigen Tag hab ich mir frei genommen und wo meine Gedanken sind, kann man sich vorstellen. Ein wenig Ablenkung verschafft mir eine Bitte meines Vaters. Er möchte noch gern im August für einige Tage auf die Insel Usedom. Er liebt die Ostsee seit der frühesten Kindheit, als er die Sommer immer in einer Ferien-pension direkt an der Strandpromenade von Ahlbeck verbringen durfte. Inzwischen ist er über 90 Jahre, aber an der Liebe zur Ostsee und dem Schwimmen hat sich nichts geändert. Also Quartiersuche via Internet.
Morgen gehts noch mal in die Werkstatt für den Endspurt der Woche - es ist wieder Monatsabschluss, da vergeht die Zeit ganz schnell. Und dann kommt sicher auch bald eine Nachricht von Flori!!!


Dienstag, 6. Juli 2010

Am Sonntag...

... war wieder Kunstmarkt - 140 Künstler säumten mit Ihren vielfältigen Werken die Wege im Botanischen Garten, begleitet von strahlendem Sonnenschein und mehr als 30°. Das war sicher auch der Grund, dass in diesem Jahr nicht ganz so viele Besucher kamen. Dennoch haben Jochens Bilder viele begeisterte Betrachter gefunden und immer wieder auch großes Interesse geweckt. Also durchaus positiv!!!

Der Stand kurz vor Eröffnung
Und im Laufe des Tages gabs sogar ein spezielles Gute-Laune-Ständchen vom Sound Syndikat, die neben dem Bläserensemble Blazzschaden und Alphornmusik für Unterhaltung, sowohl der Flanierenden als auch der Künstler an ihren Ständen sorgten.


Und noch ein Blick links und rechts


Samstag, 26. Juni 2010

Herrliche Mittsommertage auf dem Land

Eigentlich sind wir doch richtige Landeier und wenn wir so könnten wie wir wollten... Um so schöner und intensiver fühlt sich so ein Besuch auf dem Dorf für uns an. Es ist auch nicht irgendein Dorf, irgendwo, sondern es ist der Ort, an dem wir uns das erste Mal begegnet sind. Da wo auch Jochens Elternhaus steht. Wir lieben gerade die reizvolle Landschaft der Uckermark mit ihren Wäldern und Seen und diese einzigartige Stille, die wir hier in der Stadt oft vermissen. Daran und an den wunderbaren Düften nach frischem Heu und Holunder-, Linden-, Rosen-Blüten kann ich Euch leider nicht teilhaben lassen, wohl aber an den Bildern, die wir (nicht nur) per Kamera mitgebracht haben:

Himmelblau und ...
 

  ...pfifferlingsgold
 
Morgen- und...
 
Abendstimmung am See
 
immer in Gesellschaft munterer Fischlein

Natur pur und...

... beschauliches Sitzplätzchen im ehemaligen Pfarrgarten

Blick über's Kornfeld und...
... Entdecken wilder Blüten
"Stormy" aus der Ferne und...
... gaaanz nah
 
Und aus diesem Topf strömt(e) ein betörender Blütenduft, 
der inzwischen in diesen Gläsern ( mangels Flaschen) als zuckersüßer Sirup abgefüllt ist.
Er prickelt so schön, ob mit Sekt oder Selters.
Jochen meinte, Etiketten müssten sein...
Das waren also unsere Mittsommer-auf-dem-Land-Impressionen. Am Montag beginnt für mich schon wieder der Büroalltag in der Werkstatt. Es war nur eine Woche Auszeit, die sich allerdings doch nach mehr anfühlt und das ist natürlich wunderbar. Denn der nächste Urlaub lässt ein wenig auf sich warten. Aber wir werden bis dahin natürlich wieder jede Gelegenheit nutzen für kleine Ausflüge aufs Land.