Sonntag, 14. November 2010

Filz und Ganoven...

..wenn auch in anderer Reihenfolge, so trifft es doch, was ich in dieser Woche erlebt hab. Nachdem ich mich über mehrere Tage mit der Buchhaltung ziemlich herumgeplagt hatte, war am Donnerstag nachmittag alles wieder im Lot. Auch der Freitag begann entsprechend ausgeglichen bis... ja bis ich gegen 14 Uhr feststellen musste, dass mir jemand aus meinem Schrank (aus der Handtasche) das Portemonnaie "entwendet" hat. Das war der Moment mit dem Looping. Ich war, um es mal salopp auszudrücken, total von der Rolle. Mein Chef und ich haben noch sämtliche Papierkörbe im Haus durchsucht - nichts. Als nächstes die EC-Karte sperren lassen und die Feststellung, dass ich ohne Karte und Ausweis nicht mal an Bargeld komme. Aber das Allerärgerlichste an der Sache ist eigentlich, dass der neue Ausweis vom September futsch ist. Noch hoffe ich auf die Courage eines reuigen Sünderleins. Ansonsten werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und mir so ein blödes biometrisches Teil zu besorgen.
Auf dem Heimweg hab ich schließlich Zwischenstation auf dem Polizei-Revier gemacht, zu dem mich mein Chef freundlicherweise noch gefahren hat, obwohl es für ihn ein großer Umweg im Freitags-Feierabend-Stop-and-go-Verkehr war. Das fand ich supernett!!!
Auf diese "unschöne" Erfahrung hätte ich wirklich liebend gern verzichtet.
Trotz allem wollte ich mir das Wochenende nicht total vermiesen lassen und endlich diese Buntstift-dicken Stricknadeln ausprobieren. Es ging ruck-zuck und schon waren diese superweichen Puschen entstanden.


Jetzt schlummern sie (gut ausgestopft) auf dem warmen Heizkörper und mal sehen, wessen Füße sie letztendlich wärmen werden? Das steht noch nicht fest. Was aber auf jeden Fall feststeht ist, dass es nicht die letzten Puschen sein werden. Die erste Anmeldung liegt bereits vor.

Und nun wünsche ich Euch allen eine Woche - frei von unangenehmen Turbulenzen und Loopings, dafür mit vielen Freuden, positiven Herausforderungen und Begegnungen. Lasst es Euch gut gehen!!!

Herzlichst, Marlene

Sonntag, 7. November 2010

Ich möchte...

...Euch unbedingt ganz lieben Dank sagen. Obwohl ich mich ja leider schon seit Längerem nicht gerade sehr rege an der Blog-Unterhaltung beteilige(n kann), habt Ihr so herzliche Worte gefunden und gute Wünsche formuliert, um mir zu zeigen, dass ich dennoch vermisst werden würde, wenn ich das Bloggen ganz und gar aufgeben würde. Oh weh, welch ein Satz... (Jochen wird seine Freude haben, wenn er ihn liest. Er liebt Schachtelsätze.) Jetzt heißt es nur noch, den arbeitsreichen November mit all seinen „Tücken“ zu überstehen und dann hab ich hoffentlich wieder mehr Luft . Doch ich bin nach Eurem Zuspruch, einem sehr entspannten, energie-spendenden Wochenende und den positiven Nachrichten von Flori ganz zuversichtlich.
Ach ja, inzwischen ist „unser„ Flori bereits seit 3 Monaten im fernen Argentinien, Und nach all den Problemen zu Beginn, angefangen von Sprach-Problemen, unerwartetem Klinikaufenthalt, geklautem Handy, wochenlangem Uni-Streik... hören sich die Nachrichten jetzt doch sehr positiv an. Gesundheitlich ist er zum Glück wieder fit, mit der Sprache kommt er immer besser klar, an der Uni läufts auch ganz gut – am Freitag hatte er seine erste Projekt-Präsentation und die ersten schriftlichen Arbeiten liegen auch erfolgreich hinter ihm. Er wohnt als Untermieter bei einer alten Dame, die sich liebend gern als seine Hilfs-Sprach-Lehrerin betätigt, was ihm nicht immer so recht ist. Im großen und ganzen arrangieren sich die beiden und meistern so manche skurrile Situation.
Noch nie war er ein Stubenhocker, um so mehr ist er natürlich auch dort, neben Sprachkurs und Uni, sehr viel unterwegs. Er erkundet diese spannende Stadt sehr gern zu Fuß und geht auch regelmäßig joggen. Wenn er schnell von A nach B muss, nutzt er vorwiegend die U-Bahn. Die Busse sind ständig überfüllt und für seine Körperlänge einfach nicht gemacht. Aber all das kann er ja selbst viel besser erzählen – also wer Lust hat, mitzulesen, findet seinen Blog hier. Hin und wieder melden sich dort auch 3 weitere Student(inn)en zu Wort, die gleichzeitig mit ihm von Weimar in die Welt hinausgezogen sind.
Nun wünsche ich uns allen eine angenehme Woche, mit recht vielen Lichtblicken zwischen Arbeitsstress und Novembernebel – passt gut auf Euch auf.

Herzlichste Grüße von Marlene