Samstag, 22. September 2012

Sonniges Thüringen - Teil 2

Während draußen gerade dunkelgraue Wolken über uns ziehen und der Wind mächtig um die Ecken pfeift, reise ich in Gedanken nochmal zurück zum sonnigen Wochenbeginn.
Nach dem Besuch der Wartburg führte der Weg uns zu einem „Rendezvous in der Mitte Deutschlands“, wie es die Stadt Erfurt auf ihrer Homepage beschreibt. Und sie haben vollkommen recht, denn die Altstadt mit ihren malerischen, sorgfältig restaurierten Häusern bereitet dem Besucher einen herzlichen Empfang.

Ganz b
esonders begeistert hat uns die Krämerbrücke, sie ist die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. 
 


  

Quelle: www.kraemerbruecke.de


 Aber nun möchte ich Euch einfach mitnehmen auf einen kleinen Spaziergang...

... wir kommen über'n Wenigemarkt,


tauchen durch das Tor von St. Ägidien


hinein in die malerische Gasse der Krämerbrücke und in eine andere Zeit




Auf der Krämerbrücke in der Erfurter Altstadt fühlt man sich um
Jahrhunderte zurückversetzt.
Passanten drücken sich am Schaufenster der Werkstatt von Puppenmacher
Martin Gobsch die Nasen platt. Immer wieder bilden sich
Menschentrauben vor dem gedrungenen Haus auf der Krämerbrücke.
„Theatrum Mundi“ steht über dem geheimnisvollen Schaufenster
geschrieben. Noch verschließt ein Vorhang die Bühne des „mechanischen
Theaters“. Rasch werden Geldbörsen hervorgesucht und Ein-Euro-Stücke
in den Schlitz geworfen. Sogleich verschwindet der Vorhang und gibt
für einige Momente den Blick auf eine faszinierende Welt frei.

 

Untermalt von Musikklängen gehen Zwerge ihrem Handwerk nach, eine finster dreinblickende Alte lockt Schneewittchen hinterhältig mit einem rotwangigen Apfel und abseits wartet bereits der Glassarg.
Die Krämerbrücke hat ein ganz besonderes Flair. Die Auslagen der vielen kleinen Ladenlokale und Werkstätten sowie die Cafés versetzen die Besucher in die Zeit der Krämer und fliegenden Händler
des ausgehenden Mittelalters. So, wie der Mietvertrag von Martin Gosch mit der Stiftung Krämerbrücke eine Schauwerkstatt vorsieht, versucht die Stiftung in Abstimmung mit der Stadt Erfurt den ursprünglichen
Charakter des Kulturdenkmals mit seinen 32 Brückenhäusern durch eine entsprechende Nutzungen zu erhalten. Nach der Wende sah das alles noch ganz anders aus: Eine Handelskette wollte sich auf der Krämerbrücke einkaufen. Dadurch wäre der Charakter der beidseitig bebauten Brücke
in Gefahr gewesen. Die im Jahr 1996 gegründete Stiftung Krämerbrücke war die Rettung für das architektonische Kleinod. Die alten Krämerläden auf der Brücke werden heute nur an Kunsthandwerker,
Antiquitätenhändler, Galeristen und Krimskrams-Händler vermietet – möglichst aus Erfurt und dem Umland. Finanzstarke Einzelhandels-Filialisten haben keine Chance – auch bei noch so lukrativen Angeboten. 
Diese Entscheidung hat sich gelohnt: Das typische Krämerbrückenmilieu zieht jedes Jahr tausende von Touristen magisch an.

Hier die Brücke von der Wasserseite aus gesehen




 und weiter durch die Altstadt




man beachte die "Hinweis" an der Hauswand


am Dom wird gerade gebaut






Unserem Sohn und seiner Beharrlichkeit sei es gedankt, dass wir dieses tolle Erlebnis
haben konnten, waren wir doch anfangs ein wenig skeptisch bezüglich des Besuches der Stadt Erfurt. Im nachhinein können wir sagen, Erfurt hat in uns zwei begeisterte Freunde gewonnen!


Nun wünsche ich Euch schönen, hoffentlich nochmal sonnigen Sonntag!


Seid ganz herzlich gegrüßt von Lene
 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Lene,
    vielen Dank für diesen schönen ausführlichen Ausflug durch Erfurt. Vor einigen Jahren waren wir auch dort und ich fand die Stadt auch wunderschön.
    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar.
    Viele Grüße
    Birgit

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  2. Liebe Lene, danke für deinen lieben Kommentar und für´s Verlinken, freut mich :-)Bin grad ganz verzweifelt, weil jedes Bild auf dem Blog ganz verpixelt erscheint und ich nicht weiß warum :-( Dir wünsche ich einen zauberhaft gemütlichen Urlaubstag und ich drücke auch dir die Daumen für den Gewinn. Glg susanne

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  3. Ich war selber noch nie in Erfurt, aber diese Fotos machen auf jeden Fall Lust auf einen Besuch.

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