Dienstag, 19. Juni 2012

Endlich Urlaub!!!


Wie jedes Jahr haben wir uns rund um Sommeranfang bzw. Mittsommer und unserem Hochzeitstag eine kleine Auszeit gegönnt. Seit Freitag hat der Wecker hier nichts mehr zu melden, bis auf eine Ausnahme am vergangenen Sonntag...

da fand der jährliche Kunstmarkt im Botanischen Garten statt und Jochen hatte das Glück wieder für einen Stand ausgelost worden zu sein. Da mussten wir doch früh aus den Federn, um zunächst mal ans andere Ende der Stadt zu kommen und rechtzeitig seine wunderschönen Bilder präsentieren zu können...


 die Sonne lacht mit diesen beiden sympathischen Herren (Vater & Sohn) um die Wette


In diesem Jahr waren offensichtlich wirklich ausschließlich Bild- und Skulptur-Künstler in die engere Wahl des Kulturamtes gekommen, im Gegensatz zu vergangenen Jahren in denen auch immer Schmuck- und Textilkunst angeboten wurde. Wir hatten nicht nur herrlichstes Sommer-Sonnen-Wetter (nach einem dicken Regentag am Samstag), sondern auch den letzten bzw. ersten Stand (je nach Sicht) in der langen Reihe auf dem Hauptweg des Botanischen Gartens. So hatten Jochens Bilder besonders viel Möglichkeit, ihre Wirkung zu entfalten. Die positive Resonanz war einfach überwältigend. Manches Bild wechselte den Besitzer und daneben gab es sehr viel Gelegenheit zu interessanten und interessierten Gesprächen, sowohl neue Kontakte konnten wir knüpfen, als auch mit Freuden bekannte „Gesichter“ begrüßen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag, der auch dem Künstler sehr gut „getan“ und wieder auf's Neue die Gewissheit gegeben hat, das er auf dem richtigen Weg ist. Und... unter anderem kann sich unser treuer Gefährte (auf vier Rädern) nun in Reparatur begeben.

Also mit dem Wetter haben wir es doch gerade (r)echt gut getroffen, während unseres „Sommer“urlaubs. Die Regen-Episoden halten sich in Grenzen, außerdem wollen wir ja auch immer an die Pflänzchen denken, oder? So kann man doch auch auf Balkonien aufs herrlichste die Seele baumeln lassen – für Lesestoff ist reichlich gesorgt. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin Bille – wir wollen bei schönem Wetter in den Zoo (wie lange ist denn mein letzter Zoobesuch her - da war Flori wohl noch in der Grundschule?) und ansonsten ergibt sich ganz bestimmt schnell ein Alternativ-Programm :-)
Alle weitere wird sich dann auch ergeben. Auf jeden Fall wollen wir noch einen Ausflug aufs Land machen für ein erfrischendes Bad in „unserem“ See und um im Wald nach den ersten Pfifferlingen zu schauen.


Nun wünsche ich Euch allen eine herrliche Mittsommerzeit –
lasst es Euch gut gehen & seid ganz herzlich gegrüßt von
Marlene

Sonntag, 10. Juni 2012

Ein kleiner Zeitsprung


sowohl was den Abstand zu meinem letzten Post, als auch unseren gestrigen Ausflug anbetrifft...
Wir haben uns ganz spontan auf den Weg zum Hussitenfest in Bernau gemacht. Die Anreise hätte etwas bequemer sein können, wenn wir den direkten Zug nicht verpasst hätten, aber auch mit der S-Bahn sind wir gut gelandet. Schwieriger war es, das Festgelände zu finden. In der Stadt war viel geboten, wenn man dem üblichen Rummel und unzähligen kommerziellen Verkaufsbuden etwas
abgewinnen kann. Danach stand uns aber eigentlich gar nicht der Sinn. Die alte Stadtmauer hat uns dann den rechten Weg gewiesen. Dieses Fest geht auf die Ereignisse um den mutigen Prediger Jan Hus im 15. Jahrhundert zurück, der gegen die Herrschaft der katholischen Kirche mit ihrer feudalen Herrschaft und Verschwendungssucht angehen wollte und dafür sein Leben als Ketzer auf dem Scheiterhaufen lassen musste. In Bernau wird an jedem 2. Juni-Wochenende dieser Ereignisse gedacht.
Es war wirklich viel „Spektakel“ geboten, Ritterkämpfe, Musik, Gaukler, „Handel und Wandel“, Handwerkskunst und natürlich war auch für's leibliche Wohl auf authentische Weise gesorgt. Wir fühlen uns auf solchen mittelalterlichen Märkten weitaus wohler als zwischen all dem „modernen“ Kommerz.
Hier ein paar Eindrücke, die wir allerdings recht neuzeitlich mit einer Handy-Kamera festgehalten haben:

Tapfere Recken
(mit dem „normalen“ Rummel im Hintergrund)


der Stelzenmann, der urplötzlich direkt vor uns seine Arme ausbreitete
(schon beeindruckend und beängstigend zugleich)


Markt- und Handwerkstreiben

 
 

Gaukler und Musik

 
 

Uns hat es sehr gut gefallen und „gemundet“ auf diesem Fest – vollkommen anders als bei manchem „modernen Vergnügungen“.

Und nun liegen nur noch 4 Arbeitstage vor mir und dann... hab ich 2 Wochen Urlaub – ich kann's kaum noch erwarten. Den Tag ohne Wecker beginnen und ganz viel Zeit zum Seele baumeln lassen – wunderbar!!!

Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene