Montag, 4. März 2013

Der erste Ausflug mit dem Neuen

Nachdem uns die Hiobsbotschaft am ersten Tag des Jahres ziemlich getroffen hat und wir schon versuchten, uns gedanklich auf ein „Leben ohne Auto“ einzurichten, ergab sich plötzlich doch eine überraschende, glückliche Wendung. Und was soll ich sagen, wir haben wieder einen guten „Gefährten“ auf 4 Rädern und freuen uns riesig!!! Er sieht genauso aus wie sein Vorgänger, d.h. es ist das gleiche Modell, gleiche Lackierung, nur ohne Beulen und mit 300.000 km weniger auf dem Tacho. Auch die Verkaufsverhandlungen liefen dermaßen glatt, dass wir das Gefühl hatten, es würde geradezu auf uns warten. Das erinnerte irgendwie an unseren letzten Umzug, der ebenso perfekt ablief. Kurz und gut, am letzten Freitag haben wir das gute Stück in der Nähe von Frankfurt/Main abgeholt. Und es fühlt sich überhaupt nicht fremd an, eher so, als hätten wir den „guten Alten“ von einem Kuraufenthalt abgeholt.
Gestern hat uns dann der herrliche Sonnenschein nun zum ersten Ausflug mit „ihm“



gelockt. Wir sind mal wieder in mein Heimatdörfchen an der nördlichen Berliner Stadtrand gefahren – hin und wieder zieht es mich dorthin und dann laufen wir einfach die Wege „von früher“ ab, wie z.B. meinen Schulweg durch die Kastanienallee. Viele Erinnerungen werden wach und dabei spüre ich doch immer wieder, dass es mich vom Herzen her aufs Land zieht und ich noch immer keine Großstadt-Pflanze geworden bin. Und dieser Landpartie können nun hoffentlich noch viele weitere folgen, so wie wir es uns auf dem Neujahrsspaziergang ausgemalt hatten, bevor uns die böse Nachricht erreichte. Aber das Schönste ist, jetzt können wir auch wieder die Vorfreude auf Schweden im September genießen.

Ein bißchen „genadelt“ hab ich natürlich auch wieder – ohne dem geht es einfach nicht. Viel zu sehr kitzelt es immer wieder in den Fingern. Ich hatte mich ja auch an der originellen Aktion von Lunacy beteiligt, bei der man die Wollvorräte so schön reduzieren kann. Alle 2 Monate wird ein Tütchen geöffnet. Im Januar Tütchen war Strickfilz-Wolle, aus der inzwischen eine recht große Einkaufstasche – zum heutigen Geburtstag eines jungen Herrn – geworden ist.


In der März-Tüte fand sich ein Knäuel fröhlich-bunter Sockenwolle,


das ich tatsächlich auch zu Socken verarbeiten werde. Nach den dicken Strickfilz-Nadeln und dem großen, warmen Strickwerk auf dem Schoß, freue ich mich mal wieder auf was Kleines, Feines.

Ist es nicht wunderbar, dass sich nach der extrem langen Zeit der grauen Wolken die Sonne endlich wieder sehen lässt?! Sie weckt sofort die Lebensgeister und tut sooo gut!!!


Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene