Sonntag, 21. Juli 2013

Wunderschön ist es, unterwegs zu sein

Wieder ist hier eine lange Sendepause entstanden, die so nicht beabsichtigt war. Neben den familiären und gesundheitlichen Problemen und dem beruflichen Stress gibt es aber auch immer schöne Dinge im Leben und von denen möchte ich hier berichten, so von unserem gestrigen Ausflug:
uns führte der Weg nämlich wieder gen Norden – die Burg Klempenow war unser Ziel. Schon oft haben wir sie auf unseren Touren am Wegesrand gesehen, aber bisher nie besucht. Das wollten wir endlich nachholen und dieser Sommertag war wie geschaffen dafür. Und weil es uns nicht allein um's Ankommen, sondern auch um das Unterwegs sein ging, sind wir bis auf ganz wenige Kilometer aus der Stadt heraus auf den Landstraßen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns geblieben. Teilweise wurde bereits das Korn geerntet, es duftet nach frischem Heu, die Sonnenblumen(felder) leuchteten mit der Sonne um die Wette, am Himmel kein Wölkchen und dann auf den Alleen mit ihrem Spiel von Licht und Schatten ganz gemütlich dahingleiten. Das ist doch schon ein Vergnügen an sich. Und am Ziel wartete die Burg derer von Heydebreck auf seine Besucher wie schon seit langer, langer Zeit, nur dass sie sich leider nicht mehr selbst um die Erhaltung kümmern können. Stattdessen hat sich heute ein Verein der Erhaltung der Burganlage angenommen: 

der erste Blick von der Straße mit Kirche und Laden...


... in dem inzwischen eine Künstlerin selbstgemachte Marmeladen, Pestos, Keramik, Seife und vieles andere  mehr anbietet...


... wenn Ihr denkt, Ihr guckt schief, kann ich Euch beruhigen. Das Kirchlein hat leider Schlagseite, so ähnlich wie der berühmte Turm in Pisa. 


Direkt gegenüber der Eingang zur Burg...


... die ein kleines Cafe und eine Galerie für zeitgenössische Kunst beherbergt...


... eine Seite des Burghofes - die andere wollten wir nicht im Foto festhalten, weil sich dort die Gäste des Cafes niedergelassen hatten...



Die Galerie im Innenraum - moderne Kunst, die mich nicht wirklich angesprochen hat...


... der Aufstieg zum Turm...





... das Kaminzimmer mit Abtritt...


Kamin noch im Betrieb, Abtritt???


... und weiter gehts...


... bis ins Turmzimmer und...



... dann sind wir oben...


... und dürfen den Blick ins Tollense-Tal genießen...



... beim Abstieg entdecken wir noch, dass auch "Karel Kowall aus Litschin im Oderbruch" (wenn ich es richtig gelesen habe) schon mal hier war...


... auch hinter der Burg gibts was zu entdecken - der Burggarten lädt zum Verweilen ein...







... nur noch einen Moment an Wasser der Tollense, Fische beobachten, dann kommen wir zurück und machen Picknick...




... weil man dieses Plätzchen mit der einladenden Bank unter'm Apfelbaum einfach genießen muss...



Der Abschied ist uns echt schwer gefallen und weil wir noch gar nicht gleich zurückfahren wollten, sind wir anschließend noch dahin gefahren, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, nämlich zur Burgruine Landskron

Zu diesen Bildern gibt es eigentlich gar nicht viel zu sagen, die Magie des alten Gemäuers, die verwunschenen Ecken und das Spiel aus Licht und Farben regen einfach die Phantasie an.




















Da fällt nach einem so schönen erlebnisreichen Tag die Rückkehr in die Stadt nicht ganz so leicht, aber wir hatten ja noch die entspannte Fahrt auf erstaunlich leeren Straßen vor uns (mit Softeis-Päuschen in Hohenlychen) und damit ist der Kontrast etwas gemildert.

Ich wünsche Euch einen weiterhin so sommerlichen Juli - bis zum WiederLesen -

Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene