Freitag, 30. September 2016

Schärenglück Teil 3 - Inselhopping

Von unserem Eiland aus konnten wir ja immer auch ein gegenüber liegendes Ufer erkennen, zu dem wir mit dem Ruderboot nicht so wirklich gut hingelangen konnten. Natürlich hat uns auch interessiert, wie die Welt (von) dort aussieht. Also machten wir uns auf den (Land)Weg von unserem beschaulichen Saljö über Fajö (die Insel auf dem der grüne Kamerad stand) bis nach Tjurkö...



Die erste Insel, die man über eine recht große,  geschwungene Brücke erreichen kann, heißt Senoren. Nicht zu verwechseln mit Senioren :-) Hier sieht man die Brücke...


... und das ist der Blick, der sich einem von ihrer Mitte aus bietet


Gegenüber ist das Ufer von Karlskrona zu erkennen.
Unterhalb der Brücke, das war auf den Bildern nicht wirklich zu erkennen, schwamm eine Schwanenfamilie mit drei Jungen vorbei. Ein herrliches Bild! 

  
Und hinter der Brücke, gleich unterhalb des Felsens (vom 1. Bild), ist man plötzlich bei den Wikingern daheim. 






Es war aber niemand zu Hause und ich weiß auch nicht, ob es ihnen gefallen hätte, dass wir da so ungebeten unsere Nase überall reinstecken?

Und hier müssten wir ungefähr unserer Insel gegenüber stehen.



Dies war eine typische Inselhaltestelle - sowohl für die Fähren nach Karlskrona und Nachbarinseln als auch den einen oder anderen Bus



Sturkö ist die größte Insel im Schärengarten von Blekinge und liegt südwestlich von Karlskrona. Die Insel ist über Straßenbrücken mit den Nachbarinseln und dem Festland verbunden, wobei die Fahrstrecke von Karlskrona rund 30 Kilometer beträgt. In den Sommermonaten wird die Insel zudem regelmäßig von Ausflugsschiffen auf den Rundtouren durch die Schären angelaufen.
Sturkö dehnt sich über eine Fläche von fast 578 Hektar aus, ist aber mit nur rund 1.300 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von etwas mehr als 2 Einwohnern je Quadratkilometer ziemlich dünn besiedelt. Die Insel ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel in der Region und idealerweise erkundet man die Insel mit dem Fahrrad, um möglichst viel von der schönen Natur in Ruhe genießen zu können.
Das größte Dorf auf Sturkö ist Kullen an der Nordspitze der Insel, mit Lebensmittelladen, einem netten Café und der restaurierten Windmühle Sturkö Kvarn. 


Westlich von Sturkö liegt die kleinere Insel Tjurkö, die ebenfalls über eine Straßenbrücke zu erreichen ist. 



Und von hier aus hat man die offene Ostsee vor sich.



Beide Inseln sind wirtschaftlich von der Landwirtschaft und dem Fischfang geprägt, früher auch einmal durch den Abbau von Steinen. An vielen Stellen beider Inseln zeugen verlassene Steinbrüche von einer Zeit, als auf den Inseln Pflastersteine gebrochen wurden. Auf der Nachbarinsel Tjurkö kann man sich beispielsweise an der Tjurkö Stenhuggeri, dem ehemals größten Steinbruch in Schweden, ein Bild von den früheren Methoden des Steinabbaus machen.



Da Tjurkö zusammen mit der gegenüberliegenden Insel Aspö, die nur mit der Fähre oder dem Boot zu erreichen ist, die etwa 1.200 Meter breite Hauptfahrrinne nach Karlskrona flankiert, befinden sich dort zwei große alte Festungsanlagen zum Schutz der Marinebasis. An der Westseite von Tjurkö das sehenswerte Kungsholms Fort und an der Ostseite von Aspö das mächtige Kastell Drottningskär.

Diese historischen Bauten haben wir nicht wirklich gesehen, aber was uns immer wieder aufgefallen ist, sind diese mächtigen Gebäude, die mitten in der See zu stehen scheinen. 


Was mir persönlich persönlich an der der Insel Tjurkö besondere Freude bereitet hat, war einfach die Ruhe und Beschaulichkeit, die sie ausstrahlt. Ich merke doch immer wieder, dass ich ein Landei (geblieben) bin, der das Herz höher schlägt, wenn sie einen Hahn krähen hört. Und wenn das Land noch am Wasser liegt und es rot-weiße Holzhäuser gibt, dann ist meine Idylle perfekt.





Dies ist ganz individueller Grundstücksaufgang, direkt am Weg...



... zum ...

 

... Ende der Insel ...



... wo man sich mit dem Blick ans "schwarze Brett" die Wartezeit auf die Fähre verkürzen kann.




Sogar für die Woll-Lüstigen unter uns war eine Info dabei :-)

Das war ein wirklich kleiner Einblick in die Inselwelt der Schären um Karlskrona. Wir waren in diesem Jahr auch nicht wirklich oft und viel unterwegs, weil unser "eigenes Eiland auf Zeit" bei herrlich sommerlichem Wetter soviel Gelegenheit zur Entspannung geboten hat. 

Nichtsdestotrotz Fortsetzung folgt

Jetzt wünsche ich Euch allen ein schönes langes Wochenende - wie das Wetter auch wird, macht es Euch schön!
Seid herzlich gegrüßt von Lene


1 Kommentar:

  1. Danke für die schönen Bilder, das macht Lust auf Reiseplanung...nach den Sommerferien ist vor den Sommerferien...
    Dir eine schöne kurze Woche

    LG Augusta

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