Sonntag, 8. Juli 2018

Kleine Auszeit

Es war so schön - wieder mal das Licht und die Weite des Meeres zu sehen, zu spüren, zu genießen.

Und ich hatte dabei eine Gedichtzeile aus Joachim Ringelnatz' "Sommerfrische" im Kopf und im Herzen:

"... Es soll dein Denken nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf."

Davon haben wir uns leiten lassen und so war nix geplant, sondern alles, was wir gesehen und erlebt haben, kam einfach auf uns zu. Die Sonne hat uns freundlich begleitet, hatte das Wasser auf erfrischende 19° erwärmt, was das Bad im Meer zum echten Vergnügen gemacht hat. 
Ich musste an meinen Vater denken, der die Ostsee sehr geliebt hat und keinen Sommer vergehen ließ, ohne wenigstens einmal dort gewesen zu sein. Seine Insel war zwar ausschließlich Usedom, aber wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, uns zu begleiten, so wäre er ganz sicher auch auf Fischland-Darß-Zingst dabei gewesen. 
Nur an einem Tag hat die Sonne pausiert, um uns Gelegenheit zu geben, ins Museum zu gehen. Dort konnten wir uns ansehen, wie die berühmten MalerInnen wie beispielsweise Paul Müller-Kaempff oder Elisabeth von Eicken (um nur zwei zu nennen) auf ihre ganz eigene Art den  Darß erlebt und empfunden haben. Schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts war Ahrenshoop sehr beliebt bei Künstlern, die das einzigartige Licht und die Weite der Landschaft in ihren Werken festhalten wollten. 

Von unserer kleinen Dachwohnung hatten wir einen herrlichen Blick auf den Bodden...

mal so...

mal so...

oder so...

... auch das Gärtchen zwischen Apfelbäumen und Stockrosen war eine Idylle, die ihresgleichen sucht...

Hinter dem Grundstück führte direkt am Schilfgürtel ein lauschiger Weg entlang..., 

von dem aus wir auch manches entdeckt haben..., wie dieses versteckte Plätzchen direkt am Bodden,
vom Weg aus verborgen durch den Schilfgürtel. Es war offensichtlich das Lieblingsplätzchen eines älteren Herrn, der sich hier und da mit einem Henkelkästchen aus Holz mit allerhand Utensilien darin, u.a. einem Fernglas, niederließ. Wir wollten ihn natürlich nicht stören...

... und sind weiter unseres Weges gezogen, aber auch sie wollten nicht unbedingt in ihrer Ruhe gestört werden...

... das Rehböckchen dagegen ließ sich überhaupt nicht stören...

Ist es nicht einladend? Ach ja...



Auf der anderen Seite mündet der Weg direkt in einen kleinen Hafen mit dem "Räucherhaus", in dem wir sehr lecker gespeist haben aus Anlass unseres vierunddreißigsten Hochzeitstages.
Hier kann man sich auch mit einem Zeesenboot auf den Bodden segeln lassen.


Und nicht zuletzt Strand & Meer, soweit das Auge reicht...




Und manchmal erlebt man in dieser Umgebung sogar ein kleines Wunder: wenn der Herr an meiner Seite schwungvoll von der Düne springt und nicht bemerkt, dass sein Handy ebenfalls einen Hüpfer tut... in den Sand hinein und uns der Verlust erst eine Stunde später auffällt. Und wenn dann 2 Stunden später die Stelle wieder gefunden ist und das Gerät noch immer unberührt dort liegt und hoffnungsfroh auf seine Abholung wartet, dann hüpft wieder einer... nämlich das Herz desjenigen, der es verloren geglaubt und doch wiedergefunden hat!!! Isset nich schöööön? Wir finden ja!!! 

Alles in allem werden uns die Bilder dieser Auszeit sicher noch lange im Herzen begleiten. 
Und das ist wunderbar, weil man dann immer mal wieder einen "Licht"blick hat, wenn der Alltag einem doch zu sehr fordert.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die diese, meine ganz persönlichen Zeilen gelesen haben, eine  herrliche Sommerszeit voller energiespendender, fröhlicher und genussvoller Momente!
Lasst Euch von nichts und niemand ärgern, nicht mal von der leidigen DSGVO!!!

Bleibt schön gesund & herzlichst gegrüßt 
von 

LENE


Montag, 25. Juni 2018

Wir haben den Sommer begrüßt

Ja, Dank eines ganz besonderen Weihnachtsgeschenkes, haben wir den diesjährigen Sommer auf einzigartige Weise begrüßt. Wir waren eingeladen in die Konzertkirche Neubrandenburg zu einem Konzert von Iveta Apkalna (Orgel) und Daniel Müller Schott (Cello). Die beiden virtuosen Künstler haben erstmalig gemeinsam gespielt und die Instrumente boten Gegensatz und Harmonie gleichermaßen. Wo die Orgel in ihrer „Stimm“gewalt die Mauern einriss, ließ das Cello Blumen um uns blühen. Absolut beeindruckend und berührend!

Bevor es richtig losging...


kurz vor der Pause.


Den längsten Tag des Jahres haben wir sehr genossen – sowohl die Musik als auch das abendliche Lichterspiel der Sonne, welches dazu durch die Fenster tanzte.
Um nicht noch am späten Abend – selbst bei spätem Sonnenschein – 2 Stunden heimfahren zu müssen, haben wir uns ein Zimmer im nahe gelegenen „Hotel am Ring“ gegönnt. Erst am Freitag vormittag nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir heimgefahren. 

Blick aus dem Hotelzimmer im 13. Stock


Nach einer kurzen Verschnaufpause standen am Freitag daheim dann die letzten Vorbereitungen für den Kunstmarkt im Schloßpark Berlin-Lichterfelde auf unserem Programm. Dieser Markt (am vorletzten Samstag im Juni) hat inzwischen 5-jährige Tradition – er wird mit sehr viel persönlichem
Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeitern eines Nachbarschaftsvereins veranstaltet und Jochen ist von Anfang an mit gutem Erfolg dabei. Ich hatte zum zweiten Mal einen eigenen Stand direkt neben ihm. Nachdem mein letztjähriges Angebot, wie sich herausstellte, nichts Besonderes war - Täschchen und Taschen gab es an mehreren Ständen so oder so ähnlich – bin ich in mich gegangen.
So sind diesmal neben Turnbeuteln und Lunchbags (teilweise im Glitzer-Look) vor allem eine Menargerie von Tieren zum Liebhaben entstanden, die auch so manches Herz eroberten. Und was ich total kurios fand, die genähten Erdbeeren, die im vergangenen Jahr kein Interesse fanden, gingen in diesem Jahr weg wie „warme Semmeln“ ☺ 
Alles in allem ist dieser Markt immer wieder eine bunte, sympathische Veranstaltung, bei der man mit ganz vielen netten Menschen ins Gespräch kommt und deshalb freuen wir uns auch schon aufs nächste Jahr!

Meine Werkeleien




Meine Vorbereitungen für diesen Markt waren auch die Ursache für meine vorübergehende Sendepause im Blögchen. Ich hab jede freie Minute zwischen beruflichen Verpflichtungen und Müdigkeit genutzt, um noch das eine oder andere Produkt zu werkeln. Und gestern war einfach dann einfach die Luft raus. Florian hatte sich angeboten, unsere Warenpalette in seinem großen, neuen Auto zu transportieren. Wir hätten auch alles in unserem „grünen Kameraden“ unter bekommen, aber so war es doch um einiges komfortabler. Er reiste bereits am Freitag an, nutzte den Abend und auch den Samstag, zwischen Standauf- und abbau um Freunde zu treffen. Gestern blieb uns noch ein gemeinsames Frühstück, bevor er wieder gen Norden in seine neue Heimat abreiste. Wir haben den Sonntag vollkommen relaxt und mit frischen Waffeln zum Kaffeestündchen verbracht. Und plötzlich… war der junge Herr wieder da, weil er nämlich meine Abo-Karte für den Berliner Nahverkehr noch in der Tasche hatte. Die haben wir gegen einen
Stapel Waffeln eingetauscht und dann musste er ganz schnell wieder los.
Am Abend hab ich es schließlich geschafft, den 3. Teil der „Tuchvilla“-Trilogie zu beenden, an dem ich schon seit Monaten lese. Immer wieder reichte meine Energie nur für wenige Seiten, bevor mir die Augen zu fielen.
Jetzt sind es nur noch 4 Arbeitstage und dann packen wir die Taschen… für eine Woche Ostsee-Insel-Auszeit – der erste Urlaub in diesem Jahr! Wir freuen uns schon sehr darauf, auch wenn die Prognosen nicht ganz nach Badewetter klingen. Dann wird eben der Strand an sich unser Revier zum wandern und warm eingepackt mit einem Buch. Außerdem gibt es interessante Museen, die uns locken.

Nun wünsche ich Euch allen eine schöne, bunte, genussvolle, energie-geladene, kreative erste Sommerwoche – bleibt schön gesund!!! Ich melde sicher ganz bald wieder mit Bildern... von der Insel.
Seid bis dahin herzlichst gegrüßt von 

Lene

Dienstag, 22. Mai 2018

Maienzeit

Am Pfingstsonntag waren wir erneut in der Uckermark unterwegs, diesmal war das Örtchen Boitzenburg unser Ausgangspunkt.
Wir haben uns einen Teil des „Kleinen Boitzenburgers“ (schönster Wanderweg Deutschlands im Jahr 2009) erwandert, den es quasi doppelt gibt, als großer und kleiner Rundweg. Ein zugleich malerischer wie beeindruckender Weg unter uralten Bäumen, die einem sicher viele Geschichten aus verschiedenen Jahrhunderten zu erzählen hätten, wenn sie könnten. Es ging entlang eines Mühlbaches, der tatsächlich zu einer Mühle führt, vorbei an einer Kloster-Ruine und dank einer kleinen Brücke über Seerosen-Teiche. Wir waren total verzaubert von diesem Landschaftspark, der auf jeden Fall noch Potential hat für weitere Wanderungen, mal ganz abgesehen davon, dass wir nur den kleinen Rundweg gelaufen sind. Selbst da gibt es noch Ecken, die wir „links oder rechts liegen“ gelassen haben. Alle Abzweigungen und Besonderheiten sind optimal ausgeschildert, selbst wenn man „Haken schlägt“, um hier und da am Wegesrand zu schauen oder um einen ganz speziellen Baum zu umarmen, kann man sich nicht verlaufen. Wir sind ganz glücklich, dass wir dieses Kleinod entdeckt haben. Es tut der Seele einfach gut, wenn man so herrlich ursprüngliche Natur genießen und sich unter dem „bunten“ Blätterdach geborgen fühlen darf. Aber seht doch selbst…


...am Mühlenbach entlang...


... zur Mühle und dem Museum darin...


... das Mühlrad hat sich tatsächlich gedreht...


...und der Blick auf den Mühlenteich...


... zwei, die sich sofort verstanden haben...


...vorbei an der Klosterruine...


... und der Hexenkiefer....


... überall knorrige alte Bäume, die niemand stutzt, damit sie uns nicht auf den Kopf fallen können...


... die Krebsbrücke...


... und der Seerosenteich...


... wann mögen sie blühen - aber auch so war es irgendwie märchenhaft...




Und dieser Blick (von der Lindenallee) auf Boitzenburg wird wohl vor 100 Jahren kaum anders gewesen sein, oder?



Solche Momente in der Natur lassen doch jegliches Alltagsproblem verblassen und sind genau dafür gemacht, dass man die Seele baumeln lassen kann. Ich freu mich schon aufs Wiedersehen.

Nun wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder solche Augenblicke der Seelenruhe genießen können, um unsere Akkus aufzuladen, damit wir all den weniger entspannten Momenten im Alltag begegnen können.

Herzlichst, Lene



Dienstag, 1. Mai 2018

Willkommen im Mai

Aaalso, wenn ich ganz ehrlich bin, dann könnte jeder Monat mit einem so herrlich verlängerten Wochenende ausklingen oder wahlweise auch beginnen. 
Der April machte seinem Ruf alle Ehre - er hat (mit uns) gemacht, was er wollte. Vom Winter mit Schneegestöber über die Frühlingsblüte bis hin zu hochsommerlichen Temperaturen wurde uns alles geboten. Und in einigen Regionen hat er sich leider auch mit Unwettern verabschiedet. 
Um so größer ist unsere Freude über bzw. auf den Wonnemonat Mai. 

Wir haben uns gestern mit einer Wanderung vom April verabschiedet und wurden, bis auf ein nachmittägliches Donnergrummeln aus der Ferne und wenigen Regentropfen, mit herrlichstem Wetter belohnt. 

Der Weg führte uns, wie bereits erwähnt, rund um den Schmalen Luzien im Feldberger Seenland...

... hier in Carwitz ging es los mit dem Weg über die Butterblumen-Wiese


... die erste Bank, die zum Rasten einlud und der Blick über den See zum Startpunkt...


... dieser Weg führt auf der westlichen Seite unmittelbar am Ufer entlang. Es gibt viele kleine lauschige Stellen, die zum Baden einladen. Aber dieses Vergnügen heben wir uns noch etwas auf.


Das Fährhaus mit Bootsverleih - man könnte schon hier auf die andere Seite zum Hollerbusch übersetzen. Wir wollten den See allerdings ganz und gar auf Schusters Rappen umrunden. 


Uralter Baumbestand im Naturschutzgebiet


Und für mich darf das "Glützern" eines malerischen Sees im Sonnenschein nicht fehlen,
auch wenn "Einer" immer darüber schmunzelt ...


Gegenüber auf der anderen Seite die "Heiligen Hallen" - der älteste Buchenwald Deutschlands.
Den haben wir am Nachmittag auf dem Rückweg durchquert, allerdings ohne weitere Fotos.


Das klare Wasser verlockt wirklich zu einem Bad. 
Aber ein bißchen warten wir lieber noch.


Es waren wirklich schöne Stunden rund um den See - mit kleinen Abstrichen, weil man auf der anderen Seite leider zum Teil durch Ortschaften direkt an der Straße entlang muss und ich in der letzten Stunde leider mit schmerzhaften Blasen unterwegs war. 
Doch Blasen heilen, aber die schönen Erinnerungen an diesen Tag in der Natur werden mich noch lange begleiten.

Und nun sind wir also im Mai angekommen, der sich schon allein mit 2 weiteren verlängerten Wochenenden beliebt macht, aber hoffentlich nicht nur damit.

Seit heute gibt es wieder Nachwuchs in unserer Menagerie...
Schmusebacke "Schaf Waldemar" hat das Licht der Welt erblickt.


Es wird immer bunter bei uns.

In diesem Sinne... bunte, maigrüne, fliederfarbene, butterblumengelbe Grüße
aus dem Nest in der Höhe am Rande der Großstadt 
von 
❤ Lene ❤


Sonntag, 22. April 2018

Darf ich vorstellen...


... Fritzi und Franzi aus dem Hause "Ringelmaus mit Kugelnas"...



... sind am heutigen Sonntag von der Nadel gehüpft und genießen seitdem den herrlichen Sommer-Sonntag auf dem Balkon.

Sie wünschen Euch allen, die Ihr hier reinschaut, 
eine tolle, bunte, froh gelaunte, mausgesunde, genussvolle - 
der leckere Spargel und der Rhabarber ist da und der Blütenduft ringsum ist betörend - 
und ganz hoffentlich stressarme Woche! 

Seid herzlichst gegrüßt von
den beiden da oben 
&
❤ Lene ❤

Sonntag, 15. April 2018

Er ist da...

... der Frühling!!!



Wir sind ihm am vergangenen Sonntag entgegen gefahren und haben ihn auf einer Wanderung im Feldberger Seenland begrüßt.


Es war ein herrliches Naturerlebnis fernab des Großstadtlärms - nur das Rauschen des Windes in den Bäumen, das Plätschern der kleinen Wellen am Ufer, ein Vogelkonzert und sogar ein Adler kreiste über uns. Jochen fiel, beim Aufstieg auf den Hauptmannsberg, ein Kinderbuch von Hans Fallada ein: die Geschichte vom „frechen Dachs Fridolin“, die der Autor für seine Tochter Lore (genannt „Mücke“) geschrieben hat. Sie soll sich genau hier im beschaulichen Hullerbusch zugetragen haben.



Das Erstaunliche war, dass wir nur ganz wenigen Menschen begegnet sind und mit Blick auf den Zansensee die Seele einfach mal baumeln lassen konnten. Dabei haben wir uns einen kleinen Imbiss
vom Schäferladen schmecken lassen.



Man kann die Wiener Würstchen vom Lamm und den Apfelsaft von den Streuobstwiesen rund um die Schäferei nur empfehlen - ganz lecker! Etwas Wolle ist, wie könnte es anders sein, auch mit heimgekehrt. Sie beginnt sich bereits in wollige Wesen zu verwandeln. Darüber aber demnächst mehr.


Ins Feldberger Seenlandschaft werden wir ganz bald für einen Ausflug zurückkehren, wir haben uns schon die nächste Route ausgeguckt.

Die Woche, die auf diesen schönen, beschaulichen Ausflug folgte, war alles andere als lässig. Sie hat meinen Kolleginnen und mir einiges abverlangt. Ursprünglich hieß es ja, es wird nur eine neue Programm-Oberfläche... von wegen! Und prompt begrüßte mich gestern in aller Frühe schon eine fiese Migräne... Na, Dankeschön! Aber wenigstens der heutige Sonntag blieb völlig unbehelligt von
jeglichem „Ungemach“: ausschlafen ohne Nebenwirkungen, der erste Spargel auf dem Mittagstisch,
ein Spaziergang am Rand der Stadt in Begleitung eines Storchs... Seit dem letzten Wochenende ist die Natur fast explodiert. Wenn man jetzt hier aus dem Nest im 11. Stockwerk schaut, sieht man schon viele Baumkronen in frischem, zarten Grün. Das ist Freude pur und macht gute Laune!

Nun wünsche ich uns allen einen sonnige Frühlingswoche, die gaaanz viel gute Laune macht!

Herzlichst,
❤ Lene ❤