Mittwoch, 3. Oktober 2018

Der Alltag ...

... hat uns ab morgen wieder. Aber das Schöne ist, erst einmal nur für 2 Tage und dann landen wir bereits in der Wochenend-Oase.
Am äußerst jungen Sonntag - also eine halbe Stunde nach Mitternacht - sind wir wieder hier gelandet. Die Sperre unseres Stellplatzes ließ sich nur mit Hilfe einer Zange lösen und dann begann das Auspacken der X-und-neunzig Gepäckstücke, den übervollen Briefkasten leeren, Blümchen gießen und, so viel wie geht, noch auspacken. Alles andere konnte warten bis wir am späten Vormittag aufgewacht sind.
Ich durfte mich mittags gleich in den Berliner Nahverkehr begeben und feststellen, dass sich während meiner Abwesenheit nix geändert hat. Das Chaos war perfekt. In diesem Fall ist so ein Handy ja Gold wert, weil man die Wartenden informieren und beruhigen kann. Ich war mit meiner Familie am Grab meines Vaters verabredet, denn es wäre sein 101. Geburtstag gewesen. Meine Mutter kann allein den Weg dorthin nicht mehr bewältigen. Seit ihrem Sturz im März ist sie außerhalb ihrer Wohnung auf den Rollstuhl angewiesen. Und so war es auch ein Anlass, dass sich die Geschwister mal wieder sehen. Anschließend gab es noch lecker Torte im Café. Das hätte unserem alten Herrn auch sehr gefallen - er liebte, alles was süß war und was nicht süß genug war, bekam noch ein kleines Mäntelchen aus Zucker zusätzlich.
Für Montag hatten sich Suse & Flo mit Kuchen zum Kaffeestündchen angemeldet. Es wurde ein sehr netter und unterhaltsamer Abend. Auch sie hatten dank dem Feiertag mitten in der Woche 2 Brückentage.
Gestern sind wir einfach so dahin"gedümpelt" und haben gelesen, gestrickt und unsere Vorräte aufgefüllt. Übrigens, der Herr Wichtel ist ja leider ebenso leicht bekleidet heimgekehrt, wie er mit uns gereist ist. Inzwischen hat zwar seine Lebensgefährtin in spe ein Kuscheljäckchen, aber er noch immer nicht. Ich lege heute noch mit seinem eigenen Jäckchen los. Denn sonst ist es ja verkehrte Welt. Fotos folgen in Kürze...
Und als wir von unserem kleinen Einkauf heimkamen, war die Postfrau schon an unserem Briefkasten gewesen und hat einen verheißungsvollen, prallen Umschlag für mich eingeworfen!!!
Ich hatte bei Claudia, aus Anlass ihres 5. Blog-Geburtstages, ein Überraschungspäckchen gewonnen und freu mich riesig!!!
Ein ganz raffiniert gefaltetes und persönliches Herbstpost-Brieflein war mit dabei und ein Tee für ruhige Stunden und ein ganz besonderes Täfelchen - Kürbis & Salz. Na ich bin vielleicht gespannt, wie das wohl prickelt auf der Zunge - Vollmilch und Salzkristalle!!!


Ist dieser samtig-rote Anhänger nicht entzückend mit seinem Herbst-Hütchen?!!! Er wird mich morgen schon begleiten.


Und was könnte zum Tee- und Schoki-Genuss besser passen als Kerzenlicht? 
Ich hab vor Jahren mal versucht, mit Kerzenstiften zu schreiben. Es ist mir nicht gelungen - ich lass jetzt mal dahingestellt, ob es an der Qualität der Stifte oder an mir lag?
Claudia ist es jedenfalls so schön gelungen, dass ich noch nicht wirklich weiß, ob ich die Schrift herunterbrennen lassen will?


Liebe Claudia, hab nochmals ganz lieben Dank für diese tollen Gaben, die mir große Freude bereiten.
Inzwischen hast Du meine Mail sicher auch schon erhalten.

Nun also werde ich noch ein bisschen die Nadeln klappern lassen und morgen früh hab ich freundlicherweise sogar einen ganz bequemen Arbeitsweg, weil meine Kollegin mich mit dem Auto abholt. So kann ich es ein klitzekleines bißchen ruhiger angehen lassen.

Auch Euch wünsche ich eine angenehme zweite Wochenhälfte - der FREUtag naht!

Herzlichst,

°°°@ Lene @°°°

Freitag, 28. September 2018

Der Kreis schließt sich...

So hat es mit unserer Ankunft in der Idylle bei herrlichstem Sonnenwetter begonnen und so war auch heute unser letzter Tag. Nur die Temperaturen unterscheiden sich und unsere Gefühlswelt.
Aber wir haben den Tag trotz packen und putzen ausgiebig genossen...


... in dem wir nochmals durch den Wald gestreift sind und den blauen Himmel durch das grüne-gelbe Laub angehimmelt haben...


... und nun nehmen wir sogar noch eine schöne Portion "gefundenes Essen" in Form von Pfifferlingen und Steinpilzen mit heim. Die werden wir uns am Sonntag schmecken lassen und uns nochmal 
ganz und gar hier her zurückdenken.

Morgen geht es also wieder auf den Heimweg übers Meer, aber zum Glück noch nicht gleich am Montag zurück in den (Arbeits-)Alltag, denn der geduldet sich noch bis Donnerstag.

Und wenn nix dazwischenkommt, dürfen wir im kommenden August wieder herrliche Tage in der schwedischen Idylle genießen.

Seid herzlichst gegrüßt 
von 

°°°@ Lene @°°°

Mittwoch, 26. September 2018

Beim Bergwächter

So wie in der Nacht vom Montag zum Dienstag können wir den Mond im heimatlichen Berlin nicht bewundern...
leider spiegelt die Scheibe ein bißchen

...irgendwie magisch!!!

Und nachdem es gestern vormittag schon klar war, dass es hier heute wieder stürmisch zugehen würde, haben wir uns entschieden die nächste Wanderung nicht aufzuschieben. Wir wollten zu einer besonderen Sehenswürdigkeit...


Der Steinmann gilt als Wächter des Berges und besteht aus lose aufeinander geschichteten Steinen, die inzwischen schon 300 Jahre oder mehr bei jedem Wetter zusammen halten. 

Wie immer ging es über Stock und Stein den Berg hinauf bis auf das letzte Stück, auf dem uns die Holztreppen entgegen kamen.


Und dann stand er vor uns - formvollendet sogar mit Hut.
Man fühlt sich sicher in seiner Gegenwart und kann mit ihm den Blick über die Landschaft genießen.


Ich hab ihn nur gaaanz vorsichtig berührt.


Da wir noch seine Frau suchten, sind wir nicht auf dem gleichen Weg abgestiegen.
So siehts hier vielerorts aus - nicht alle Bäume halten dem starken Wind stand und wenn man sieht, wie flach sie auf dem steinigen Boden wurzeln, wundert es nicht.


Ein paar Meter weiter stand dann diese Figur, die eigentlich viel zu klein für die Frau des Borgåsmann zu sein scheint, aber eine andere Figur fanden wir nicht.


Egal, eine schöne Geschichte ist es allemal.

Nachdem wir schon beim Aufstieg zu unserer großen Freude am Wegesrand 
Pfifferlinge (Kantarellen) fanden, haben wir am Fuße des Berges auch Ausschau gehalten und wurden nicht enttäuscht.

Ein gefundenes Essen!!!

Gestern kam also ausschließlich schwedische Produkte aus Wald & Feld auf den Tisch - 
der Steinpilz mit einen Reigen aus Pfifferlingen an Kartoffel-Pastinaken-Pürree - ein großer Genuss!!!

Heute hätte man wirklich nicht gern auf den Berg klettern wollen. Also alles richtig gemacht!
Stattdessen, so schwer es auch fällt, haben wir die ersten Vorbereitungen für die Rückreise getroffen: der grüne Kamerad brauchte Treibstoff und die Hausvermieter möchten die Unkosten für den verbrauchten Strom gern in bar - also mussten wir zum Geldautomaten. Ansonsten kommt man hier vollkommen ohne Bargeld aus - überall ist Kartenzahlung bevorzugt. 

Ach ja, in einem ganz normalen Supermarkt ist uns eine ganz besondere Freude widerfahren - 
plötzlich lagen die Lieblingsäpfel unserer Kindheit zum Greifen (und Mitnehmen) nah vor uns.
Und in dem Garten, der zu unserer ersten gemeinsamen "Bleibe" gehörte, gab es sie auch -
die Gravensteiner ❤ 
Das letzte Mal haben wir sie vor Jahren - als wir schon längst nicht mehr dort lebten - eben aus diesem Garten stiebitzt.
Verbotene Früchte sollen ja die süßesten sein, aber die hier stehen ihnen in nichts nach.



Jetzt liegen noch 2 kostbare Tage vor uns, wir werden jeden Augenblick zu genießen wissen!

°°°@ Wir lesen uns - so oder so - von hier oder anderswo @°°°

Seid herzlichst gegrüßt 
von

Lene

Montag, 24. September 2018

Etwas hiervon und davon

So eine Auszeit in Schwedens Idylle und Abgeschiedenheit bietet neben dem Erleben der faszinierenden Natur...

gestern beispielsweise so oder ...



...oder so am Abend




... auch sehr viel Zeit und innere Ruhe um zu lesen ("Töchter einer neuen Zeit" von Carmen Korn) oder wieder mal mit Nadel & Faden zu werkeln.

Da ich in Sachen Handarbeiten einfach (zu) viele Interessen habe, geht dann eben auch dies & das mit auf die Reise. So können sich schon beinahe 2 Paar Füße in Socken wärmen...


... und ein Ufo (unfertiges Objekt) aus dem Schweden-Urlaub 2017 (da hab ich die viiielen kleinen Hexagons genäht) nimmt auch endlich Formen an...


Es soll ein kleines Tischdecklein werden - bis dahin wirds allerdings noch ein Weilchen dauern.
Hoffentlich aber nicht bis Schweden 2019.

Und dann gibt es ja noch einen bedauernswerten Reisebegleiter namens Nils-Erik der lediglich mit einer, von Onkel Puh geborgten, Hose unterwegs ist. Er hat kurz vor der Abreise in meinem Nähzimmer das Licht der Welt erblickt und...


ich habe ihm versprochen, dass ich (als völlig unbedarfte Kleiderschneiderin, was er nicht weiß) ihm ein Hemd und eine eigene Hose auf den Leib schneidere. Die Ruhe hier wollte ich für die Schnittmuster nutzen und dann sollte es, zurück im heimischen Nähzimmer, vollendet werden. 
Da bin ich, was mich sehr bekümmert, allerdings noch kein Stück weiter voran gekommen.
Die Hose wird nicht das Problem sein, da kann ich denn Schnitt von Onkel Puh's Hose ja modifizieren, aber das Hemd... Naja, versprochen ist versprochen... Ich wills mir auch nicht verderben mit ihm. Im Gegenteil, er soll noch eine Partnerin bekommen. Aber Pssst!!!, dass weiß er noch nicht!!! 

Heute haben wir das See-Ufer zu Fuß erkundet. Über Stock und Stein - die Wanderpfade sind ja oft bestenfalls zu erahnen. Meist muss man sich auf den eigenen Orientierungssinn verlassen, was am See-Ufer recht leicht fällt. Man merkt dem Lelang (wie der See hier heißt) wie vielen anderen Gewässern den ungewöhnlich trockenen Sommer deutlich an. Das Wasser gibt sehr viel Uferbereich frei, der normalerweise nicht zu Fuß begehbar wäre. Für uns ist es ganz nett, aber grundsätzlich bereitet es natürlich Sorge. Zum Glück gibt es jetzt täglich heftige Regenschauer - das gibt Hoffnung, dass der Wasserstand sich wieder erholen kann.

Soviel an dieser Stelle - noch bleiben uns ja einige kostbare Tage in der Abgeschiedenheit und gerade haben wir noch ein Ziel entdeckt, dass wir uns "erobern" wollen. 
Alsoooo... Fortsetzung folgt!

Bis dann - herzlichst, Lene

Samstag, 22. September 2018

Wettertechnisch...

... hat uns der schwedische September in diesem Jahr ganz schön was zu bieten...

... diese Aufführung wurde uns gestern geboten


Ähnlich hat sich mein Kopf beim Aufwachen dank einer Migräne angefühlt.  
Auf diesen fiesen Gast hätte ich gern verzichtet. 
Zum Glück war ich mittags wieder in der Lage, unser Nest zu verlassen, denn wir hatten ein verlockendes Ziel...

die "gamla Skola" (alte Schule) in Lennartsfors, in der sich heute...


 Lapp-Elisas (Stoff-Elisas) Quiltshop befindet
(Achtung! Unbeauftragte, unbezahlte Werbung)


Elisa ist Quilt-Designerin und hatte zunächst einen Online-Shop und dann dieses ebenso sympathische wie üppige Laden-Paradies eröffnet.


Wir wurden sehr herzlich begrüßt von der Inhaberin und mit dem Angebot überrascht, dass beim Kauf von 4 Stoffpaketen das preiswerteste davon ein Geschenk des Hauses ist. 
Trotz unserer rudimentären Sprach-Kenntnisse in schwedisch und englisch kamen wir schnell "ins Gespräch" und die Bilder sind mit freundlicher Genehmigung von Elisa entstanden (solange sie nicht aufgenommen wird☺)
Diese natürliche Freundlichkeit, die mir sehr gut gefallen hat und die Nachwehen meiner morgendlichen Malesse im Zusammenspiel haben mich wohl schließlich doch nicht widerstehen lassen... 


Nu isset passiert! 30 verschiedene Stöffchen nenne ich plötzlich mein Eigen, die ich immer wieder streichle und schon überlege, was aus ihnen Schönes entstehen könnte. 
Und wenn Ihr Euch fragt, was das für Hölzchen sind? Das ist unser Strandgut hier von "unserem" See-Ufer. Die anderen Stückchen müssen noch trocknen...


Die habe ich erst heute - unter Einweihung meiner Gänseblümchen-Gummistiefel - 
aus dem wellenumtosten See geholt.
In einer Koproduktion zwischen dem Herzallerliebsten und meiner Wenigkeit sollen Schlüselanhänger aus ihnen werden -
die Idee dazu kam uns ziemlich spontan. Mal sehen, wie und wann wir es schaffen, sie umsetzen?

Auch heute geht es windtechnisch auch wieder ganz schön zur Sache -


die Bäume biegen sich ganz heftig und wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie so standhaft bleiben, was leider nicht überall der Fall ist. Auf unserem heutigen Weg zu Sven, dem deutschen Bäcker, bei dem wir Sauerteigbrot und leckere Körnerbrötchen gekauft haben, lagen leider einige entwurzelte Bäume am Wegesrand.
Am Wegesrand lockte auch der Hinweis zum "Gravfällt" (Grabfeld). Es handelt sich hierbei um die Nachfolger der Steinkisten vom letzten Post. Ein malerischer Platz für eine Begräbnisstätte oberhalb der Seelagune!




Und wie könnte es anders sein...

Häuschen, Häuschen... einmal direkt am felsigen See-Ufer - ideal um einen Bade-Sommer darin zu genießen...


...und dieses Exemplar hatte ganz besondere Holzornamente an der Veranda - 
sie sahen aus wie Elch-Schaufeln.
Und auch hier fegt der Wind ins Laub der Bäume.


Mal sehen, was der Sonntag uns bietet?! 
Wir nehmen es, wie's kommt und machen das Beste draus.

Ich lass von mir lesen - so oder so!

Bis dahin - herzlichste Grüße von Lene

Donnerstag, 20. September 2018

Also...


... sowas hab ich noch nicht erlebt in all den Jahren, abgesehen von der einen oder anderen "bewegten" Fähr-Überfahrt. Seit heute Nacht pfeift uns hier ein heftiger Wind, ich würde ihn eher Sturm nennen, um die Ohren. Das Häuschen ist zwar auf dem neuesten Stand, was Isolierung etc. betrifft, aber das Tosen hat mich doch um den Schlaf gebracht. Die abenteuerlichsten Gedanken schwirrten mir durch den Kopf, während der Herr an meiner Seite selig schlief, was für mich vollkommen unverständlich war. Erst gegen 5 Uhr morgens bin ich dann auch irgendwie in den Schlaf gesunken und war dann in den Vormittagsstunden entsprechend "knietschig". Meine Stimmung bzw. Wachheit besserte sich erst auf unserer kleinen täglichen Wanderung, die uns heute auf die Spur zu den "Hällkistor" führte. Was mögen das für Dinger sein, auf die wir immer wieder hingewiesen wurden?

Des Rätsels Lösung... Steinkistengräber aus der Stein- und Bronzezeit, in denen mehrere Menschen beigesetzt und denen Beigaben mit auf den Weg gegeben wurden...


Sie haben tatsächlich die Form einer länglichen Kiste und wie immer fragt man sich, wie die Menschen damals ohne Bagger und Kran solche Steinbrocken bewegt haben?




Und weil der Weg zu diesem Grab eigentlich viel zu kurz für unser tägliches Wanderstündchen war, hat es uns sehr gefreut, dass er gleich weiter hinunter zu "unserem" See (der sich ja über 42 km in Nord-Süd-Richtung ausdehnt) führte...


Da sich die Sonne und der blaue Himmel immer wieder gegen die Wolkenpakete, die der Wind vor sich hin treibt, durchsetzen konnte, ließ es sich am Ufer ein Weilchen aushalten. Aber wir müssen da unbedingt nochmal hin. Der Wind muss ja auch mal wieder Ruhe geben und dann werden wir den felsigen Uferweg noch weiter erkunden. 




Auf dem Rückweg fanden wir uns auf dieser Lichtung wieder und mussten die Idylle einfach mitnehmen, zumindest inne Fotokiste. Ich bekomme, ähnlich wie vom See-Glitzern auch von den rot-weißen Häuschen nie nich genug.



Und hier noch ein ernst gemeinter Hinweis für alle, die auf mehr als 2 Beinen unterwegs sind...


"Vorsichtig fahren - Katzen können sich auf dem Weg befinden" 
Wir sind an diesem Hof sicher schon 10 mal (in Schrittgeschwindigkeit sowohl auf 2 Beinen als auch 4 Rädern) vorbeigekommen und konnten nicht annähernd eine Katze entdecken???
Naja, vielleicht sind wir nicht zu katzenüblichen Straßennutzungszeiten unterwegs gewesen?

Soviel von unseren heutigen Erlebnissen - Fortsetzung folgt (ziemlich sicher)

Herzlichst, Lene

Mittwoch, 19. September 2018

Es ist so schön...

... einfach mal so in den Tag hineinzu"leben" wie es sich ergibt, nichts zu tun ist unser Sinn. Und somit genießen wir so vor uns hin und vergessen dabei alles, was mit Alltag zu tun hat. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut, aber von Tag zu Tag besser.
Heute war ein windig-herbstlicher Tag, an dem wir uns vorwiegend im Häuschen mit lesen, stricken, spielen, essen und trinken beschäftigt haben. Bis auf 2 Stündchen, die wir mal unterwegs insnächste Örtchen waren. Dabei haben wir einen kleinen Zettel entdeckt mit dem Hinweis auf Svens deutsche Bäckerei. Auf ein schönes Roggenbrot hoffend, sind wir an den Ortsrand gewandert, aberauch bei Sven ist Nachsaison und die Öffnungszeiten sehr eingeschränkt. Einen Spaziergang war es dennoch wert.

Gestern dagegen war herrlichstes Sommer-Sonnenwetter, welches wir fast ausschließlich direkt am, auf und der Herr an meiner Seite sogar im Wasser genossen haben. Es war einfach traumhaft...

so sieht unser Strand(gut) aus - ich bin inzwischen zur Sammlerin 
dieser vom Wasser bearbeiteten Holzstückchen geworden

...das war meine Perspektive, während ich im Liegestuhl saß und gleichzeitig dem Plätschern der Wellen vor meiner Nase und dem Hörbuch über das Leben auf einer Nordsee-Hallig in den Ohren lauschte

Hier begab sich der Herzallerliebste auf Erkundungstour...


und sah die Welt dann so...

und so...



Einiges davon und von den vielen anderen Motiven wird über die Winterzeit ganz sicher mit Pinsel und Farben wieder umgesetzt werden. 

Am Abend waren wir noch einmal zu Fuß unterwegs und stellten fest, dass wir hier im Moment doch ziemlich am Ende der Welt gelandet sind. Denn auf dem Weg nach links kommt nicht mehr viel - der Weg führt nirgendwo hin - er endet einfach da wo Fuchs und Hase oder besser Elch und Reh sich "Gute Nacht" sagen. 

Aber der Blick, wenn man "heim"kommt ist um so schöner...


Man muss jeden dieser Augen"blicke" in sich aufnehmen und bewahren für die Momente, in denen es weniger idyllisch zugeht. 

Herzlichst,

Lene